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Allgemeines:
Die Gebärmutter - der Uterus- ist ein dickwandiges,
birnenförmiges Hohlorgan, das im Zentrum des kleinen Beckens
zwischen Blase und Mastdarm liegt. Die Gebärmutter besteht
aus dem Körper (Korpus), einer Höhle (Cavum) und dem
Gebärmutterhals (Cervix). Der in den Muttermund (Portio)
übergeht.
Die Gebärmutter besteht aus 3 Schichten: der Schleimhaut
(Endometrium) mit der sie innen ausgekleidet ist, der Muskelschicht
(Myometrium), und dem Perimetrium (oberste Schicht).
Der Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich in den obersten
Zellschichten der Schleimhaut des Muttermundes - im Übergangsbereich
wobei 90 % dieser sogenannte Plattenepithelkarzinome sind.
Entstehung und Risiko:
Der Gebärmutterhalskrebs (Cervixkarzinom)
und vor allem die Krebs- Vorstufen treten bereits ab dem 20. Lebensjahr
auf Da der Häufigkeitsgipfel zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr
liegt, handelt es sich um eine Krebserkrankung, die eher jüngere
Frauen betrifft. Das Cervixkarzinom ist das überzeugendste
Beispiel für die Bedeutung der Vorsorge und Früherkennung
zur Reduktion der Krebserkrankungen. In Österreich wurde
1983 bei 977 Frauen die Diagnose invasives Cervixkarzinom gestellt,
während 1998 nur noch 515 Frauen von dieser Erkrankung betroffen
waren. Durch Früherkennungsuntersuchungen und nachfolgende
Therapiemaßnahmen konnte erfolgreich verhindert werden,
dass sich Krebsvorstufen zu einem Karzinom entwickeln.
Risikofaktoren
sind frühe sexuelle Kontakte, häufiger
Partnerwechsel und mangelnde Hygiene. Die Entstehung des Cervixkarzinoms
ist eng mit einer Infektion der Scheide beim Geschlechtsverkehr
(entspricht einer sexuell übertragbaren Erkrankung) durch
sogenannte Humane Papillomaviren (HPV) verbunden
Diese Infektion
verursacht oft keine klinischen Symptome und heilt spontan
ab. Die Diagnose der HPV-Infektion erfolgt mittels Abstrich.
Die Besiedelung (Infektion) der Cervix (Gebärmutterhals)
vor allem mit HPV Viren von der Hoch-Risiko Gruppe - kann
zu Zellveränderungen führen, die als Krebsvorstufen
auch im Krebsabstrich entdeckt werden.
Eine Störung der körpereigenen Immunabwehr, wie sie
bei HIVpositiven Patientinnen im besonderen Maße
gegeben ist, trägt ebenfalls zu einem erhöhten Risiko
für
die Entstehung eines Gebärmutterkörperkrebses bei. Symptome:
Das Cervixkarzinom verursacht lange keine Beschwerden. Erste
Anzeichen (Warnsignale) sind Schmerzen und Kontaktblutungen
beim Geschlechtsverkehr, unregelmäßige Zwischenblutungen,
süßlich
riechender bzw braungefärbter Ausfluss. Entzündungen
der Harnblase, des Nierenbeckens und Kreuzschmerzen gelten
als Spätsymptome. Bei Auftreten von diesen Warnsignalen
sollten Sie unbedingt Ihre Frauenärztin oder Frauenarzt
aufsuchen.
Früherkennungsuntersuchungen
und Diagnose:
Die Inspektion und die vollkommen schmerzfreie Abstrichuntersuchung
vom Gebärmutterhals durch den Gynäkologen sind die ersten
Maßnahmen für eine Früherkennung und Diagnose
vom Cervixkarzinom.
Seit den 50iger
Jahren ist diese Krebsabstrichuntersuchung fester Bestandteil
einer wirksamen Früherkennungsmaßnahme
(siehe auch Aus Liebe zum Leben. (1 mal jährlich
ab dem 20. Lebensjahr). Dabei wird Zellmaterial vom Muttermund
(der Portio) abgenommen (Abstrich) und mittels Färbetest
nach Papanicolaou (Pap-Test) untersucht.
Je nach Grad der
Veränderung bzw. Entartung wird der Befund
in Pap I bis V unterteilt. Pap I-II gelten als unverdächtiger
Befund und; Pap III als verdächtig (suspekt) auf entartete
Zellen. Pap IV und V sind hochgradig verdächtig
auf Krebs.
In etwa 3 - 5 %
aller Abstriche muss der Befund durch weitere Untersuchungen
abgeklärt werden (abklärungsbedürftiger
Befund). Diese Abstrichbefunde können durch Nachweis von
Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) ergänzt werden.
Weiters kann eine Untersuchung des Gebärmutterhalses mit
der Vergrößerungslupe eine sogenannte Kolposkopie durchgeführt
werden, um noch genauer Veränderungen feststellen zu können.
Die Diagnose der
Vorstufen bzw des bestehenden Cervixkarzinoms kann nur durch
eine Untersuchung des Gewebes (Histologie) unter dem Mikroskop
gestellt werden. Dazu wird eine kleine Gewebsprobe (Biopsie)
oder ein Gewebekegels (Konisation) aus dem Gebärmutterhals
entnommen. Die endgültige Diagnose der Vorstufen - sogenannte
Cervikale Intraepitheliale Neoplasie CIN I - III bzw.
von klinisch invasiven Cervixkarzinom wird bei der
histologischer Untersuchung durch den Pathologen
gestellt.
Nach Erkenntnissen
der Wissenschaft dauert es mehrere Jahre (2 - 10) Jahre bis
aus den Vorstufen eine Krebserkrankung dh. ein invasives Cervixkarzinom
entsteht. Daher ist es wichtig Vorstufen zu erkennen
und operativ zu entfernen wodurch in nahezu 100
% der Fälle eine Heilung erzielt wird. Natürlich
kann eine Frau nach einer derartigen Operation Kinder bekommen.
Therapie
Operation
Im
frühen Stadium wird das Cervixkarzinom durch eine Operation,
bei der die Gebärmutter und auch das
angrenzende Beckenbindegewebe und die Lymphknoten
entfernt werden, behandelt. Die Heilungsaussichten
sind sehr gut.
Strahlentherapie
Das
Cervixkarzinom kann auch durch die alleinige Strahlentherapie
geheilt werden. Insbesondere größere Tumoren - auch
wenn sie bereits auf angrenzendes Gewebe übergegriffen
haben - können durch die Bestrahlung geheilt werden.
In letzter Zeit kombiniert man häufig die Strahlentherapie
mit Zytostatika -Behandlung (Chemotherapie),
wodurch die Wirksamkeit der Strahlentherapie
noch weiter verbessert wird.
Medikamentöse
Therapie
Die alleinige Behandlung
mit Zytostatika spielt nur eine untergeordnete Rolle in der
Therapie des Cervixkarzinoms. In letzter
Zeit wird jedoch eine Chemotherapie mit Strahlentherapie
als sogenannte Chemo-Strahlentherapie erfolgreich
kombiniert.
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