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  Kehlkopfkrebs  
     
 

Allgemeines:
Der Kehlkopf befindet sich am Übergang des Rachens, in die Luft- und Speiseröhre. Er dient als Pförtner der unteren Luftwege und schafft mit der Stimmbildung die Vorraussetzung für die Sprache. Der Kehlkopf verhindert, dass beim Schlucken Nahrung in die Luftröhre gerät. Der Kehlkopfkrebs kann an verschiedenen Stellen des Kehlkopfes entstehen. Man unterscheidet äußere und innere Kehlkopfkrebsformen; zu Letzteren gehört der Stimmbandkrebs. Die Hälfte aller Krebsformen im Hals, Nasen und Ohrenbereich betreffen den Kehlkopf.

Entstehung und Risiko:
Die Häufigkeit des Kehlkopfkrebses hat in den letzten 20 Jahren bedenklich zugenommen. Gegenwärtig erkranken 4 von 100.000 Personen jährlich an Kehlkopfkrebs. Aufgrund geänderter Lebensgewohnheiten (Nikotinkonsum), hat sich eine deutliche Zunahme der Erkrankungen bei Frauen ergeben. Derzeit liegt das Verhältnis der Erkrankungsrate von Männern und Frauen bei 2:1. Nahezu alle Kehlkopfkrebsformen sind sogenannte Plattenepithelkarzinome, die aus der Innenauskleidung des Kehlkopfes entstehen.

Risikofaktoren:
Die bekanntesten Ursachen für die Entstehung eines Kehlkopfkrebses sind vor allem der Tabakkonsum (Anzahl der Zigaretten und Teermenge). Bei Männern die Rauchen ist das Risiko für Kehlkopfkrebs 20 mal höher als bei Nichtrauchern; bei Frauen fünf bis zehnmal höher. Nichtraucher entwickeln fast nie Kehlkopfkrebs. Weitere Risikofaktoren sind übermäßiger Konsum alkoholischer Getränke, berufsbedingte Gefährdung durch Luftverunreinigung, besonders wenn Kombinationen dieser Risikofaktoren vorliegen. Darüber hinaus begünstigen immerwiederkehrende chronische Entzündungen des Kehlkopfes die Entstehung von Kehlkopfkrebses. Alkohol und gleichzeitiger Tabakkonsum potenzieren das Kehlkopfkrebsrisiko.

Symptome:
Eine frühzeitige Diagnose ist die beste Voraussetzung für gute Behandlungsergebnisse. Krankheitssymptome, die auf Kehlkopfkrebs hinweisen können, sind:
Heiserkeit, die länger als zwei bis drei Wochen anhält, Veränderung des Stimmklanges, Schluck- und Räusperzwang, chronisch wiederkehrender Husten, ungeklärte Halsschmerzen Schwellung der Halslymphknoten, Kratzen bzw. Fremdkörpergefühl im Hals.

Diagnose:
Tastuntersuchung der Halsregion durch den Arzt auf das Vorliegen von Schwellungen und Verhärtungen der Lymphknoten bzw Erhebung (Anamnese) über Rauchen und Alkoholkonsum. Die Diagnose erfolgt mittels Kehlkopfuntersuchung, die der Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten mittels Kehlkopfspiegelung (direkte Laryngoskopie) durchführt. Diese Untersuchung ist die wichtigste frühdiagnostische Maßnahme und sollte bei Patienten mit erhöhtem Krebsrisiko ab dem 40.Lebensjahr zweimal jährlich vorgenommen werden. Die endoskopische Untersuchung wird eventuell mit einer gezielten Gewebeentnahme Biopsie) kombiniert, die mikroskopisch untersucht wird und der Diagnosestellung dient. Ultraschall, Computertomographie und Laboruntersuchungen (Blutbild, Leberwerte etc) sind weiterführende Untersuchungen.

Therapie:
Organerhaltende chirurgische Eingriffe oder Strahlenbehandlung setzen Früherkennung voraus. Mikrochirurgische dh minimal-invasive Methoden haben sich bereits sehr bewährt. Dabei wird durch den Mund mit Mikroskop und Laser operiert. Hat der Kehlkopfkrebs ein bestimmtes Ausmaß erreicht, so kann eine totale Entfernung des Kehlkopfes (Laryngektomie) - meist in Kombination mit Strahlentherapie – durchgeführt werden, um eine vollständige Tumorentfernung und Heilung zu erreichen. Generell bestehen, solange der Tumor chirurgisch radikal entfernt werden kann, definitive Heilungsaussichten. Chemotherapie wird bei fortgeschrittener Erkrankung eventuell auch in Kombination mit Strahlentherapie eingesetzt. Gerade in den letzten Jahren sind besser wirkende Medikamente entwickelt worden.

Vorsorge:
Nicht Rauchen, kein Alkoholkonsum, gesunder Lebensstil, gesunde Ernährung.

 

 
 
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