Lungenkrebs
Man unterscheidet zwei Gruppen von Lungenkrebs. Diese Unterteilung
ist aus medizinischer Sicht wichtig, weil die Therapie danach
gezielt ausgerichtet wird.
Das nicht kleinzellige Lungenkarzinom
Der nicht kleinzellige Typ macht ca. 75 % der Krebserkrankungen
der Lunge aus. Es wird eingeteilt in:
- das Plattenepithelkarzinom
- das Adenokarzinom und
- das großzellige Karzinom.
Kleinzelliges Lungenkarzinom
Das kleinzellige Lungenkarzinom (ca. 20 % der Erkrankungen)
breitet sich rasch über den Blutweg und die Lymphbahnen
aus.
Risikofaktoren
• Tabakrauchen
Risikofaktor Nr. 1 ist Rauchen! 90 % der Lungenkrebspatienten
sind Raucher oder Exraucher.
• Belastungen
der Atmungsorgane
Die Belastungen der Atmungsorgane durch Umweltfaktoren können
durch Tabakrauch verstärkt werden.
• Vererbung
Vor allem bei Rauchern können bestimmte genetische Voraussetzungen
eine Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs spielen.
Warnsignale:
Neu einsetzender und über Wochen anhaltender Husten, Verschlimmerung
eines chronischen Hustens, Heiserkeit, Kurzatmigkeit, Blutspuren
und Auswurf, Brustschmerz, Schluckbeschwerden, Abgeschlagenheit,
Müdigkeit, Senkung der Leistungsfähigkeit, starker
Gewichtsverlust
Die Warnzeichen können für verschiedene Erkrankungen
von Lunge und Atemwegen stehen. Bei Rauchern sind es aber Alarmzeichen!
Suchen Sie auf jeden Fall unverzüglich Ihren Arzt auf!
Untersuchungsmethoden zur Diagnose
Erstuntersuchung
Häufig ist es so, dass der Patient aufgrund von Symptomen
oder Warnsignalen den Arzt aufsucht. Es folgen danach mehrere
Untersuchungen wie Lungenröntgen, um festzustellen, ob es
sich um eine Atemwegserkrankung oder um einen Tumor handelt.
Meist wird auch ein Laborbefund erhoben. Dabei wird Blut und
Harn auf Veränderungen untersucht.
Computertomographie (CT)
Neben dem Röntgen ist es notwendig, auch ein CT vom Brustkorb
(Thorax) durchzuführen.
Bronchoskopie
Die Spiegelung und Begutachtung der Bronchien und deren
Verzweigungen ist eine der wichtigsten Maßnahmen bei Verdacht
auf Lungenkrebs. Dabei wird ein biegsames Rohr über die
Nase in die Luftröhre bis in die Bronchien vorgeschoben.
Ein optisches System aus Glasfasern erlaubt die Betrachtung der
Schleimhäute.
Biopsie
Im Rahmen der Untersuchung ist zugleich die Entnahme von Gewebsproben
(Biopsie) möglich, die dann mikroskopisch untersucht werden.
Auf Basis dieses Befundes lässt sich die definitive Diagnose
erstellen.
Während der Bronchoskopie kann auch Sekret entnommen
und zytologisch auf Krebszellen untersucht werden (Zytologie).
Lungenfunktionsprüfung
Ziel der Lungenfunktionsprüfung ist es, den Funktionszustand
der Atemwege und der Lungen möglichst genau zu erfassen.
Die Standarduntersuchungen zur Lungenfunktionsprüfung werden
mittels Spirometer durchgeführt. Die erhaltenen Werte werden
mit Sollwerten verglichen.
Weitere Untersuchungen
Neben diesen Diagnoseverfahren sind weiterführende Untersuchungen
zur Bestimmung des Krebs-Stadiums (s. S. 11) notwendig, um das
therapeutische Vorgehen zu definieren. Untersucht werden die
Thoraxorgane (andere Lungenseite), Lymphknotenstationen, Bauchhöhle
(Leber, Nebennieren), das Skelettsystem und auch das Hirn mittels
so genannter bildgebender Verfahren.
Nuklearmedizinische Untersuchungen
PET Scan
Dieses Verfahren beruht auf der Injektion von radioaktiv markierten
Stoffen (Zucker), die sich als Stoffwechselprodukte im Tumor
anreichern. Bei einem Tumor geht ein gesteigertes Wachstum mit
einem erhöhten Energiebedarf einher, wodurch sich die eingesetzte
radioaktive Substanz anreichert. Sie hebt sich daher deutlich
von der Umgebung ab und lässt sich mittels PET Scan gut
erkennen.
Knochenscan
Lungenkrebs bildet häufig Metastasen in Knochen. Mittels
Knochenscans (Knochenszintigramm) können diese Metastasen
früher als mit Röntgenaufnahmen erkannt werden. Dabei
wird dem Patienten eine geringe Menge eines kurzlebigen radioaktiven
Stoffes injeziert. Dieser reichert sich in den Arealen der Metastasen
kurzfristig an. Die Verteilung der radioaktiven Substanz kann
durch eine Kamera (Scanner) aufgenommen werden. Das erhaltene
Bild nennt man »Szintigramm«.
All diese Untersuchungen werden manchmal von Patienten als belastend
empfunden, sind aber notwendig, um das genaue Krankheitsstadium
und die Ausbreitung zu bestimmen. Denn jede Untersuchung dient
dazu, um ein möglichst umfassendes und genaues Bild der
Erkrankung zu erhalten und Ihnen, dem Patienten, raschest möglich
und bestmöglich zu helfen.
Steht die Diagnose fest, muss – um eine maßgeschneiderte
Therapie für den Patienten zu wählen – der Tumor
klassifiziert werden, d. h. die genaue Tumorart und das Tumorstadium
ermittelt werden.
Klassifikation des Tumors
Für die individuelle Therapieplanung ist die genauere Bestimmung
des Tumors – die so genannte Stadieneinteilung – wichtig.
Folgende Untersuchungen werden zur Stadieneinteilung
herangezogen: Ultraschall vom Bauchraum, Untersuchung des Mittelraumes
zwischen den Lungen auf Lymphknotenabsiedelungen (PET Scan), Überprüfung
der Lungenfunktion (besonders zur Planung von Operation oder
lokaler Strahlentherapie). Bei Knochenschmerzen wird eine Ganzkörperknochenszintigraphie
durchgeführt.
Klassifikation des Tumors
Fachleute verwenden verschiedene Begriffe (Staging = Stadieneinteilung
oder TNM-Klassifikation), um zu definieren, wie weit sich der
Krebs ausgebreitet hat.
Die Einteilung erfolgt nach drei Gesichtspunkten:
T =
Tumor
N =
regionale Lymphknoten*
M =
Metastasen
*N
= Noduli (lat.) = Knoten
Man spricht deshalb auch von der TNM-Klassifikation.
Begriffe zu „T“, „N“, „M“
T = Lokale Ausdehnung (Größe) des Primärtumors
(Tx, T1–T4)
Bei der T-Kategorie beschreiben die Ziffern 1 bis 4
die zunehmende Ausdehnung (Größe) des Primärtumors.
N = Befall von regionären Lymphknoten (N0–N3)
Die Zusätze zur N-Kategorie richten sich nach der
Zahl und der Lage der von Krebszellen befallenen regionalen,
also einer bestimmten Körperregion zugehörigen Lymphknoten.
Auch hier kann durch Kleinbuchstaben weiter unterteilt werden.
Metastasen in nicht regionären Lymphknoten gelten als Fernmetastasen.
M = Fernmetastasen (M0–M1)
Bei der M-Kategorie wird nur zwischen Abwesenheit (M0)
und Anwesenheit (M1) von Fernmetastasen unterschieden, gegebenenfalls
unter Angabe, wo die Metastase sitzt (z. B.: PUL = Lunge).
Stadieneinteilung der Erkrankung
Entsprechend der TNM-Klassifikation des Tumors, der Tumorausbreitung
wird das Stadium der Erkrankung definiert. Diese Stadieneinteilung
ist die wesentliche Grundlage für die Therapieplanung.
Eine ganz exakte Beurteilung des TNM-Stadiums ist nur nach operativer
Entfernung des Tumors möglich und für den Behandlungsplan
wichtig. Der Behandlungsplan d. h. die Wahl der Therapie ist
daher abhängig von:
- Tumortyp (kleinzellige versus nicht kleinzellige
Form)
- Ausbreitung (Stadium) der Erkrankung
- Allgemeinzustand des Patienten
- Lungenfunktion
- etwaigen Begleiterkrankungen.
Stadieneinteilung
Stadium IA: |
T1 |
N0 |
M0 |
Stadium IB: |
T2 |
N0 |
M0 |
Stadium IIA: |
T1 |
N1 |
M0 |
Stadium IIB: |
T2 |
N1 |
M0 |
|
T3 |
N0 |
M0 |
Stadium IIIA |
T1 |
N2 |
M0 |
|
T2 |
N2 |
M0 |
|
T3 |
N1, N2 |
M0 |
Stadium IIIB |
jedes T |
N3 |
M0 |
|
T4 |
jedes N |
M0 |
Stadium IV: |
jedes T |
jedes N |
M1 |
Operation
Für den Patienten ist der genaue Plan einer onkologischen
Therapie nicht immer leicht verständlich.
Fragen Sie daher Ihren behandelnden Arzt, wie die geplante Therapie
abläuft und mit welchen Begleiterscheinungen Sie möglicherweise
rechnen müssen. Es ist wichtig, dass Sie alle Behandlungsschritte
verstehen, denn nur so können verständliche Ängste
durch Wissen beseitigt werden.
Bitte lassen Sie sich daher stets alle Fragen, die sich Ihnen
stellen, auch beantworten. Es geht um Ihre Gesundheit, Ihr Leben.
Sie haben ein Recht, Fragen zu stellen!
Falls Ihre Fragen nicht ausreichend beantwortet werden oder Sie
unsicher sind, fragen Sie lieber noch einmal nach. Je besser Sie
die Behandlungsschritte verstehen, um so eher verstehen Sie, was
auf Sie zukommt. Sie haben auch immer das Recht, eine Zweitmeinung
einzuholen.
Die Operation
Die Entscheidung, ob bei Ihnen zuerst eine Chemotherapie durchgeführt
wird und nachfolgend die Operation oder ob zuerst operiert und
dann eine Chemotherapie angeschlossen wird, wird in einem Ärzteteam
beraten. Dieses besteht aus verschiedenen Experten (Chirurg, Internist/Pulmologe
und Strahlentherapeut).
Das Ärzteteam schlägt Ihnen eine Therapie vor. Diese
Entscheidung ist unter anderem abhängig vom Stadium der Erkrankung.
Im Rahmen der Operation wird versucht,
das vom Krebs befallene Gewebe möglichst vollständig
zu entfernen.
Dabei muss sichergestellt sein, dass nach Entfernung eines Teils
der Lunge die verbliebenen Lungenabschnitte in der Lage sind, die
Atemfunktion ausreichend zu erfüllen.
Sind die zu erwartenden Belastungen zu groß und sind voraussichtlich
keine Leistungsreserven der verbleibenden Lunge vorhanden, muss
eine andere Therapie gewählt werden.
Strahlentherapie
Unter Strahlentherapie versteht man die Anwendung von energiereichen
(ionisierenden) Strahlen zur Therapie von Tumorerkrankungen. Ziel
ist die Verkleinerung des Tumors.
Die Strahlentherapie kann auch als zusätzliche Maßnahme
nach der Operation und/oder mit der Chemotherapie kombiniert durchgeführt
werden. In diesem Fall dient sie zur Sicherung des Erfolges der
Operation.
Kurative Strahlentherapie
Dieser Therapieansatz hat die Heilung der Tumorerkrankung zum
Ziel und kann sowohl bei einem bestehenden Tumor als auch vorbeugend
durchgeführt werden, wenn befürchtet wird, dass im Operationsgebiet
noch Tumorzellen zurückgeblieben sind.
Weiters kann in bestimmten Stadien eine Kombination von Strahlen-
und Chemotherapie mit kurativem Ziel eingesetzt werden.
Palliative Strahlentherapie
In bestimmten Stadien wird diese zur Linderung der Symptome eingesetzt
(bei Metastasen in Hirn, Knochen und Weichteilen).
Die Möglichkeiten der Strahlentherapie sind bei großer
Ausbreitung des Tumors eingeschränkt, da größere
Lungenabschnitte nicht intensiv bestrahlt werden dürfen, weil
dadurch eine Einbuße der Lungenfunktion zu erwarten ist.
Die Strahlentherapie erfolgt in der Regel ambulant. Im Gegensatz
zur Chemotherapie handelt es sich bei der Strahlentherapie um eine
rein lokale Therapie, d. h. sie wirkt nur dort, wo das Bestrahlungsfeld
ist.
Chemotherapie
Die Behandlung von Krebserkrankungen mit chemischen
Stoffen (Chemotherapeutika
= Zytostatika) wird als Chemotherapie bezeichnet. Sie hat das Ziel,
bevorzugt Tumorzellen – unter größtmöglicher
Schonung der gesunden Körperzellen – abzutöten.
Chemotherapie hatte ihre Anfänge in den fünfziger Jahren
des 20. Jahrhunderts, als auf Basis von Gift-/Kampfstoffen Medikamente
entwickelt wurden, die eine gesteigerte Zellteilung wie – z.
B. bei Krebs – hemmen.
Heute steht eine Vielzahl von Medikamenten, die große Unterschiede
sowohl bezüglich der Wirkmechanismen als auch der Wirksamkeiten
aufweisen, zur Chemotherapie von Krebserkrankungen zur Verfügung.
In den verschiedenen Erkrankungsstadien wird eine Therapie mit
Zytostatika mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingesetzt.
Mehrere Zytostatika sind in der Therapie des Lungenkrebses seit
Jahren etabliert, zusätzlich stehen neue, teilweise besser
wirksame bzw. solche mit neuen Wirkmechanismen zur Verfügung.
Besonders wirksam ist die Chemotherapie beim kleinzelligen
Bronchuskarzinom,
das wegen seiner frühzeitigen Metastasierungstendenz nur selten
operiert wird.
Adjuvante Chemotherapie
Bei Patienten in bestimmten – auch frühen – Stadien
der Erkrankung kann es trotz kompletter operativer Entfernung des
Primärtumors in Folge zum Auftreten von Fernmetastasen kommen.
Daher wird häufig im Anschluss an die
Operation eine adjuvante
Chemotherapie vorgenommen. Sie soll einen Rückfall (Rezidiv)
vermeiden.
Präoperative Chemotherapie
Diese auch als »neoadjuvante« Chemotherapie bezeichnete
Maßnahme wird im Stadium III und zunehmend auch in Frühstadien
eingesetzt.
Vorteil der präoperativen Chemotherapie ist bei Therapieansprechen
eine Reduktion des Tumorvolumens und der Tumorausbreitung. Dadurch
wird die operative Entfernung von ursprünglich nur schwer
operablen Tumoren erleichtert.
Die präoperative Chemotherapie vernichtet auch eventuell
bereits vorhandene Metastasen im Organismus.
Palliative Chemotherapie
Die palliative Chemotherapie wird in fortgeschrittenen Stadien
(Stadium IV) sowie im Rezidiv eingesetzt.
Ziel dieser Therapie ist die Linderung von Symptomen (Schmerzen,
Atemnot etc.), Verbesserung der Lebensqualität und Verlängerung
der Überlebenszeit.
Eine Symptomkontrolle wird bei 50 – 70 % der symptomatischen
Patienten erzielt.
Die in den letzten Jahren entwickelten neuen Zytostatika führten
zu einer weiteren Verbesserung der Therapieergebnisse und zu einer
geringeren Nebenwirkungsrate und damit zu einer Verbesserung der
Lebensqualität.
Zielgerichtete Therapien
Auf der Suche nach spezifischen Krebstherapien, die im Vergleich
zur Chemotherapie wenig oder keine (Neben-)Wirkungen auf gesundes
Gewebe haben, sind in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte
erzielt worden.
Zunächst wurde nach spezifischen Merkmalen von Krebszellen
geforscht, die, wenn man sie gezielt beseitigt, zu einem Wachstumsstopp
führen. Solche Strukturen sind als »Achillesferse« anzusehen;
werden sie von einer Therapie getroffen kommt es zur Vernichtung
der Krebszellen.
Beispiele für diese Therapien sind die gezielte Unterdrückung/Blockade
von Wachstumssignalen in Krebszellen oder die Hemmung
der Ausbildung einer tumoreigenen Gefäßversorgung sowie die Aktivierung
des programmierten Zelltods von Krebszellen, der nicht richtig
funktioniert oder »deaktiviert« ist.
»Kleine Moleküle«, (zur oralen Anwendung in Tablettenform)
und auch verschiedene Antikörper wurden entwickelt, um diese
für Krebszellen wichtigen Signalwege zu unterbrechen. Mehrere
dieser Ansätze sind in der klinischen Entwicklung (siehe
auch »Klinische Studien«) bzw. bereits als Arzneispezialität
in Österreich zugelassen und damit in klinischer Anwendung.
Angriffspunkte für diese Therapien sind Bindungsstellen (Rezeptoren)
für Wachstumsfaktoren. Die Blockade des so genannten »epidermalen
Wachstumsfaktor-Rezeptors« (EGFR), hat beim nicht-kleinzelligen
Lungenkrebs in klinischen Studien eine therapeutische Wirkung gezeigt.
Antikörper, die eine Gefäßneubildung in
Tumoren hemmen – so genannte Angiogeneseinhibitoren – haben
sich ebenfalls bei Lungenkrebs in spezifischen Situationen bewährt.
Weitere neue Substanzen zur zielgerichteten Therapie sind derzeit
in Erprobung.
Immuntherapien in Form von »Tumorimpfungen« = Vakzinationstherapien
wurden schon mehrfach auf Wirksamkeit untersucht. Die Ergebnisse
waren bisher allerdings bei vielen Krebserkrankungen und so auch
bei Lungenkrebs enttäuschend.
Klinische Studien
Viele Krebspatienten leben heute länger und besser. Dies
verdanken wir auch den Ergebnissen von »Klinischen
Studien«.
Denn diese haben das Ziel, neue Medikamente und Therapien auf ihre
Wirksamkeit zu prüfen.
Nach Registrierung als Arzneimittel wird das neue Medikament in
die tägliche Praxis eingeführt und dadurch auch die Prognose
des individuellen Patienten verbessert.
Gerade in den letzten Jahren wurden durch die enormen Fortschritte
der Krebsforschung Substanzen mit neuen Wirkmechanismen entdeckt
und als Krebsmedikamente für zielgerichtete Therapien entwickelt.
Manche Menschen verbinden mit dem Begriff »Klinische Studien« Mythen
und Ängste des »Experimentierens« oder die Vorstellung,
ein »Versuchskaninchen« zu sein. Dem ist nicht so,
diese Studien werden von der Ethik-Kommission auf Aspekte der Ethik,
Patientensicherheit und des wissenschaftlichen Wertes sorgfältig überprüft.
Nachsorge
Die Nachkontrolle (Labor, Tumormarker, bildgebende Verfahren)
ist sowohl nach Operation, Chemo- und/oder Strahlentherapie, als
auch nach neuen Therapien notwendig. Es gilt dabei individuelle
Nebenwirkungen einer Behandlung zu erkennen und eine gezielte Rehabilitation
durchzuführen. Vor allem soll ein mögliches Wiederauftreten
der Erkrankung (Rezidiv) frühzeitig/rechtzeitig erkannt werden.
Je nach Stadium der Erkrankung, nach Art der durchgeführten
Behandlung und anderen Einflussfaktoren bedarf es individueller
Nachsorgeuntersuchungen in unterschiedlichen Zeitabständen.
Daher erstellt der Arzt einen individuellen Nachsorgeplan.
Bei Beschwerden sollten Sie die Nachsorgetermine nicht erst abwarten,
sondern sofort Ihren Arzt aufsuchen!
Mit dem Rauchen aufhören!
Sie sollten unbedingt versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören.
Wenn die Behandlung mit dem Ziel der Heilung durchgeführt
wurde, kann sich dadurch das Risiko für ein zweites Karzinom
in der Lunge verringern lassen. Das ist vor allem für die
Lungenfunktion und die Vorbeugung von Komplikationen wichtig. Hilfestellung
bieten dazu die Beratungsstellen der Österreichischen Krebshilfe.
Atemübungsprogramme
Besonders bei operierten Patienten werden atemgymnastische Übungen
empfohlen. Sie können die Belüftung der Lunge und damit
die Sauerstoffversorgung des Blutes verbessern und tragen zur Wiedererlangung
und Erhaltung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens
und der Leistungsfähigkeit bei.
Ernährung
Bei Patienten mit Lungenkrebs spielt die Ernährung schon
deshalb eine wichtige Rolle, weil viele von ihnen durch die Erkrankung
und die Behandlung an Appetitstörungen und Gewichtsverlust
leiden. Eine gesunde, vollwertige Ernährung kann den Allgemeinzustand
günstig beeinflussen und trägt zur Verbesserung der Lebensqualität
bei.
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