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Das Krebsrisiko - die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken
- ist von vielen Faktoren abhängig. Einige davon, wie Lebensstil,
Ernährung, Konsumgewohnheiten von Tabak und Alkohol und in
seltenen Fällen auch die Vererbung, konnten in den letzten
Jahren durch wissenschaftliche Untersuchungen identifiziert werden.
Unter Risiko versteht man die
Wahrscheinlichkeit (die Chance) dass ein Individuum eine bestimmte
Erkrankung erleidet. Hochrisiko
ist, wenn die Wahrscheinlichkeit größer ist als in
der Normalbevölkerung z.B. Rauchen ist ein hohes Risiko
an Lungenkrebs zu erkranken.
Als ein Riskofaktor wird ein Stoff, eine Lebensweise, eine Einwirkung
von außen etc, identifiziert bzw. bezeichnet, wenn nachweislich
die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken Ii direktem Zusammenhang
steht.
Risikofaktoren können
kontrollierbar aber auch unkontrollierbar, persönlich oder
von der Umwelt herstammen. Ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren
verstärken das Risiko an Krebs zu erkranken wesentlich. Der
Lebensstil des Einzelnen selbst kann das Risiko an Krebs zu erkranken
wesentlich beeinflussen. Zu einem ungesunden Lebensstil gehören
Mangel an Bewegung, an Sport, viel Stress, ebenso ungesunde Ernährung
und Konsumation/Expostition von Schadstoffen (Noxen) wie Rauchen,
zu viel Sonne etc. Unter relativem Risiko versteht man ein Maß
dafür, inwieweit ein bestimmter Risikofaktor das Risiko für
die Entwicklung einer speziellen Krebsform erhöht. Eine familiäre
Häufung von Eierstockkrebs erhöht dass Risiko einer
Frau in dieser Familie an Eierstockkrebs zu erkranken.
Gerade hinsichtlich Krebs kann man durch entsprechendes persönliches
Verhalten wesentlich für die Erhaltung der Gesundheit beitragen.
Man muss sich des Problems aber bewusst sein und Bereitschaft
zeigen den eigenen Lebensstil kritisch zu überprüfen
bzw. gegebenenfalls zu ändern. Laut WHO zählen Rauchen
und falsche, ungesunde Ernährung zu den häufigsten und
größten Risikofaktoren, die aber jeder selbst beeinflussen
kann.
Bei einigen Krebsformen sind keine Risikofaktoren identifiziert
worden.
Wenden Sie sich vertrauensvoll an eine der vielen Beratungsstellen
der Österreichischen Krebshilfe.
Risikofaktoren:
- Ernährung (Übergewicht,
Schadstoffe)
- Noxen (Tabakrauch, Alkohol, Sonne)
- Hormone
(Sexualverhalten, Therapie)
- Vererbung
(Dickdarmkrebs, Brustkrebs)
- Psychische Faktoren (Stress)
- Infektionen, Entzündung,
Chronische Reize
- Umweltbelastung (Umweltfaktoren,
Luftverschmutzung, etc.)
- Ionisierende und Elektromagnetische
Strahlen (Handy)
- Arbeitswelt (Asbest)
- Immunmangel (-schwäche, z.B. AIDS, angeborene Erkrankungen)
Risiko: Anteilige Zuordnung der Krebstodesfälle
| Risikofaktor |
Prozentualer Anteil |
| |
|
| Rauchen |
30 %
|
| Ernährung/Übergewicht |
30 %
|
| Sitzender Lebensstil |
5 %
|
| Berufliche Faktoren |
5 %
|
| Familiäre Vorgeschichte |
5 %
|
| Viren und andere biologische Agentien |
5 %
|
| Perinatale Faktoren |
5 %
|
| Reproduktionsvorgeschichte |
3 %
|
| Alkohol |
3 %
|
| Sozioökonomischer Status |
3 %
|
| Schadstoffbelastung der Umwelt |
2 %
|
| Ionisierende/ultraviolette Strahlung |
2 %
|
| Medikamente/medizinische Interventionen
|
1 %
|
| Salz/Nahrungsmittelzusatzstoffe/-Verunreinigungen |
1 %
|
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| (Quelle IACR / WHO 2002) |
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Risikofaktoren für spezifische Krebsformen:
Brustkrebs
Eierstockkrebs
Gebärmutterhalskrebs
Gebärmutterkörperkrebs
Hodenkrebs
Prostatakrebs
Hautkrebs
Lungenkrebs
Darmkrebs
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