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Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen den engen Zusammenhang
zwischen Ernährungsgewohnheiten und Krebsentstehung. Dies
gilt besonders für die häufigsten Krebserkrankungen
wie die des oberen und unteren Verdauungstraktes und Respirationstraktes,
sowie Brust- und Gebärmutterkrebs. Aus den bisherigen Erkenntnissen
lassen sich folgende Risiken ableiten:
Ernährungsgewohnheiten
Schadstoffe in der Nahrung
Generelle
Risiken durch Ernährungsgewohnheiten
Fettreiche Ernährung erhöht das Risiko an Darm-, Brust-,
Gallenblasen-, Prostata-, Eierstock-, und Gebärmutterkrebs
zu erkranken. So etwa tritt die Brustkrebserkrankung in westlichen
Industriestaaten, wo die typische Ernährung einen hohen Fettanteil
enthält, im Vergleich zu asiatischen Ländern wie zB
Japan. wesentlich häufiger auf. Fettquellen können sichtbar
sein, wie etwa solche, die man Speisen zusetzt (Öle, Butter
etc) oder aber auch weniger sichtbar, wie etwa Fette im Fleisch
und Molkereiprodukten.
Die Fettaufnahme spielt besonders bei den sogenannten hormon-abhängigen
Krebserkrankungen wie Brust-, Gebärmutter- und Prostatakrebs
eine Rolle, da Fette den Hormonstoffwechsel beeinflussen. Epidemiologische
Studien haben eine Korrelation der täglichen Fettaufnahme
und auch der gesamten Körperfettmenge mit dem Auftreten dieser
Krebserkrankungen ergeben.
Kalorienreiche Nahrung Western Style Diet (westliche
Diät) welche als fettreich und ballaststoffarm und als Risikofaktor
für Karzinome des Verdauungstraktes, der Brust und der Prostata
etc. gilt.
Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) gelten auf Grund
von neuesten Studien als ein ganz wesentlicher Risikofaktor vieler
Krebsformen (einschließlich Brust-, Prostata-, Darm-, und
Gebärmutterkrebs). Die Höhe des Körpermassenindex
(Body Mass Index=BMI) ist mit dem Krebsrisiko (hoher BMI = hohes
Krebsrisiko) direkt korreliert.
Fettzellen sind befähigt Wachstumsfaktoren und Hormone
zu lagern und auch wieder freizusetzen, wodurch sie das Wachstum
besonders auch von hormonabhängigen Krebsformen (Brust, Prostata
etc) stimulieren können
Aufnahme von Schadstoffen (Kanzerogenen)
durch die Nahrung
Die Kontamination von Lebensmittel mit krebsauslösenden
Stoffen ist ein wesentlicher Weg, auf dem Schadstoffe in den Organismus
gelangen. Seit den Siebziger Jahren ist bekannt, dass ein hoher
Fleischkonsum mit einem erhöhten Risiko für Dickdarmkrebs
verbunden ist.
Bei der Zubereitung von Fleisch zB am Holzkohlengrill können
krebserregende aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzpyrene durch
Zersetzung des in die Glut tropfenden Fettes entstehen. Beim Braten
oder Grillen von Gepökeltem (salzkonservierten Fleisch) können
bei hohen Temperaturen auch die krebserregenden Nitrosamine, die
für die Entstehung von Magenkrebs verantwortlich gemacht
werden, gebildet werden. Von Schimmel befallene Nahrungsmittel
sollte man aus Prinzip immer wegwerfen, da sie schädliche
Stoffe enthalten können. Die hochkanzerogenen Substanzen
- Aflatoxine können in (Para)Nüssen enthalten
sein, sind aber in europäischen Ländern selten.
Alkohol gilt als einer der größten zusätzlichen
Risikofaktoren für Mundhöhlen-, Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs,
und ist aufgrund seiner leberschädigenden Wirkung (Leberzirrhose)
auch für Leberkrebs mitverantwortlich. Lebensmittelzusätze,
aber auch Rückstände von Pestiziden und Herbiziden spielen
- nach derzeitigen Wissenstand - nur eine untergeordnete Rolle.
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