Viren
Ein enger Zusammenhang von Virus-Infektionen mit Hepatitis-Viren
und Humanen Papillomviren (HPV) und daraus resultierenden Krebserkrankungen
konnte in den letzten Jahren mehrfach nachgewiesen werden.
Humane Papillomviren
Humane Papillomviren (HPV) gelten als ein Hauptrisikofaktor
für Gebärmutterhalskrebs und sind eine Gruppe von Viren,
die beim Menschen Oberflächen-(Epithel) Zellen befallen
und zur Bildung von Zellwucherungen wie Warzen (Papillome) führen.
HPV können durch Geschlechtsverkehr übertragen
- auch in der Scheidenregion eine Infektion verursachen, die
in den meisten Fällen symptomlos ist und spontan abheilt.
Infektionen mit bestimmten sogenannten high risk-
(hoch-Risiko) HPV-Typen können Zellveränderungen und
später Entartungen an der Gebärmutter hervorrufen und
sind dadurch maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs
(Cervixkarzinom) beteiligt. Abnormale Zellen (Krebsvorstufen)
und Krebszellen werden bei der Krebsabstrichuntersuchung entdeckt
werden.
Impfung gegen HPV
Nach jahrelanger Forschung und Nachweis der Wirksamkeit in klinischen Studien sowie weltweiten Zulassungsverfahren steht seit Mitte Oktober 2006 der erste Impfstoff gegen die „high risk“ HPV-Typen auch in Österreich als HPV-Vierfachimpfstoff zur Verfügung.
Hepatitis Viren
Eine Hepatitis (Leberentzündung, Gelbsucht) kann einen
chronischen Verlauf nehmen; dies führt zu einem erhöhten
Risiko für die Entstehung von Leberkrebs. Hepatitis Impfung
bedeutet daher primäre Prophylaxe von Virusinfektion und
damit auch von Leberkrebs.
Bakterien
(Helicobacter pylori)
Eine Infektion mit den Helicobacter pylori Bakterien ist die
Hauptursache für Gastritis und Magengeschwür. Es gibt
Hinweise, dass dieser Erreger bei bis zu 50 % der Bevölkerung
in der westlichen Welt den Magen besiedelt. Eine chronische Helicobacter-pylori-Infektion
bedeutet ein bis zu 6-fach erhöhtes Risiko für Magenkrebs,
wobei aber Ernährungsfaktoren (Salz, gepöckeltes Fleisch)
eine wesentliche Rolle als Ko-Faktor spielen.
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