|
Das Krebsrisiko wird durch persönliches
Verhalten - dem Lebensstil - geprägt. Wesentliche Risikofaktoren
sind falsche Konsumgewohnheiten von Tabakrauch und Alkohol und
die häufige Exposition gegenüber Sonnenstrahlen. Eine
chronische Konsumation bzw. Exposition gegenüber diesen Noxen
(Schadstoffe mit zellschädigender Wirkung), kann das Krebsrisiko
wesentlich erhöhen.
Tabakrauch
Alkohol
Sonne
Tabakrauch
- Schadstoffe im Tabakrauch
Tabakrauch wird durch Inhalation
in die Lunge aufgenommen und enthält neben Nikotin und
Kohlenmonoxid eine Vielzahl von krebserregenden Substanzen
wie: Benzpyrene, Benzol, Schwermetalle (Cadmium, Arsen, etc)
und Nitrosamine, die in der Lunge direkt, aber auch in anderen
Organen wie in der Blase, Lunge, Kehlkopf, Speiseröhre,
Mundhöhle, Rachen, Bauchspeicheldrüse,
Harnblase, Niere, Brust ihre Zell-schädigende Wirkung entfalten. Rauchen und Krebs
Raucher erkranken und sterben häufiger an Krebs, als Nichtraucher.
Rauchen stellt zweifelsfrei die wichtigste, bekannte Ursache für
Lungenkrebs dar. Weltweit sind 30 % aller Krebstodesfälle
auf Tabakkonsum zurückzuführen, wobei der Zusammenhang
zwischen Rauchen und Lungenkrebs am eindeutigsten dokumentiert
ist. Mit dem steigenden Zigarettenkonsum weltweit hat auch die
Lungenkrebserkrankung bei Mann und Frau und somit auch die Todesrate
konstant zugenommen. Beim Mann sind 90 % und bei der Frau sind
70 % der Krebserkrankung der Lunge auf Tabakrauchen zurückzuführen.
Personen, die täglich 2 oder mehr Packungen Zigaretten rauchen,
haben ein 12-25 mal höheres Krebssterblichkeitsrisiko als
Nichtraucher. Zigarettenrauchen ist aber auch eine der Hauptursachen
für Kehlkopf-, Mundhöhlen- Rachen- und Speiseröhrenkrebs,
wobei zusätzlicher, starker Alkoholkonsum das Risiko wesentlich
erhöht. Ein Zusammenhang mit Rauchen und mit Krebsentstehung
in anderen Organen wie der Bauchspeicheldrüse, der Harnblase
und der Niere (Tabelle) besteht ebenfalls.
Krebserkrankungen, die in Verbindung mit Tabakkonsum stehen:
- Lunge, Kehlkopf, Speiseröhre, Mundhöhle, Rachen,
Bauchspeicheldrüse, Harnblase, Niere, Brust
- Im Vergleich zu Personen, die das Rauchen beibehalten haben,
ist bei entwöhnten ehemaligen (auch langjährigen)
Rauchern, das Krebssterblichkeitsrisiko deutlich niedriger.
- Das Krebsrisiko ist umso höher je früher mit dem
Rauchen begonnen wurde und je mehr Zigaretten geraucht wurden.
Passivrauchen:
Zahlreiche Studien haben dokumentiert, dass auch beim unfreiwilligen
Einatmen von Zigarettenrauch, Konsumation von "second hand
smoke", eine Gesundheitsgefährdung besteht. Durch Passivrauchen,
gelangen krebserregende Substanzen in die Atemwege. Die WHO schätzt,
dass 10 % der Lungenkarzinome von Nichtrauchern auf Passivrauchen
zurückzuführen sind. Wahrscheinlich trifft dieses Krebsrisiko
auch bei Kindern zu; dazu gibt es aber noch zu wenig Daten.
mehr...
Alkohol und Krebsrisiko
Die Grenze zwischen Genuss und der Gefährdung durch Alkohol
ist nur schwer zu ziehen. Starke Trinker gehen jedoch ein messbar
höheres Krebsrisiko ein. Diese Vermutung wird durch zahlreiche
Studien erhärtet. Alkohol fördert besonders auch die
Empfindlichkeit gegenüber anderen Risikofaktoren (krebserregenden
Substanzen zB. im Tabakrauch)
Hohes Risiko für Mund -, Rachen-, Kehlkopf- Speiseröhren
- und Leberkrebs durch Alkoholmissbrauch
Hochprozentiger Alkohol schädigt die Schleimhaut von Mund-
und Rachenraum und auch von der Speiseröhre, wodurch entzündliche
Prozesse entstehen können und die Empfänglichkeit gegenüber
krebserregenden Stoffen erhöht wird. Die Gefahr liegt dabei
nicht in den im reinen Trinkalkohol - sondern in den in den Spirituosen
noch enthaltenen Fuselölen und Gerbsäureverbindungen.
Speiseröhrenkrebs tritt bei Alkoholikern weit häufiger
auf, als in der Normal-bevölkerung. Dies gilt auch für
Krebs der Mundhöhle und des Rachenraumes.
Weiters schädigt exzessiver Alkoholkonsum die Leber und
erhöht damit die Gefahr von Leberkrebs. Auch bei der Entstehung
anderer Krebsarten, wie etwa Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darm-
oder Brustkrebs, spielt Alkohol eine gewisse Rolle.
Sonne / UV- Strahlen und Krebsrisiko
Sonnenlicht enthält sichtbare und unsichtbare Strahlen.
Zu den Letzteren zählen die energieschwächeren (Infrarot-)
und die energiestärkeren Ultraviolett (UV-Strahlen). Die
UV-Strahlen werden unterteilt in UVA, UVB und UVC. Die UVC-Strahlen
sind die energiestärksten und damit die schädlichsten.
Sie durchdringen nicht die Ozonschicht der Erdatmosphäre,
während UVA und UVB-Strahlen die Erde erreichen. Mit zunehmender
Schädigung der Ozonschicht (durch Treibgase/ FCKWs etc) erhöht
sich die jeweilige UV- Strahlenbelastung.
Krebs durch Sonne / UV-Strahlen
Das Überschreiten eines gewissen Grenzwertes der Bestrahlung,
etwa beim Sonnenbaden, führt zur akuten Schädigung (Rötung
und Schwellung der Haut) - dem Sonnenbrand. Jahrelange Einwirkung
der UV-Strahlen führt als Spätfolge zu dauerhaften Schädigungen
der Haut. Die energiestarken UV-Strahlen können Schädigungen
der Erbsubstanz verursachen, die letztlich zur Entartung der Haut-
zellen führen und damit die Entstehung von Hautkrebs zur
Folge haben kann.
Hauttyp und die Neigung zu Sonnenbrand spielen dabei eine wesentliche
Rolle. An Hautkrebs kann jeder erkranken trotzdem gibt
es Menschen, die ein höheres Risiko haben: Besonders gefährdet
sind Personen mit heller Haut, hellen Augen, blonden bis rotblonde
Haaren und Neigung zu Sonnenbrand. Dies gilt vor allem dann, wenn
sie häufig intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind und
bereits in der Jugend mehrmals Sonnenbrand hatten. Ein gutes Beispiel
für die Auswirkungen dieser Risikofaktoren stellen die hellhäutigen
Australier dar, die mittlerweile die höchste Melanominzidenzrate
(schwarzer Hautkrebs) aufweisen.
Erhöhtes Hautkrebs-Risiko bei:
- Menschen mit heller Haut, heller Augenfarbe, rotblondem Haar
und Neigung zu Sonnenbrand
- Menschen, die kurzdauernder, aber sehr häufiger und intensiver
Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind (Urlaub in südlichen
Ländern, Stadtmenschen) Auch Kinder sind gefährdet.
- Personen mit sehr vielen (und ungewöhnlichen) Muttermalen
- Personen mit Melanomerkrankungen in der Familie
Solarien/ Bräunungsstudios
Sonne tanken auf Knopfdruck gehört für
viele bereits zum Wochenprogramm. Aber so einfach der Gang ins
Solarium auch sein mag, so gefährlich können die Nebenwirkungen
sein. Denn die Minuten auf der Sonnenbank schaden der Haut mehr,
als dass sie ihr gut tun. UV-Strahlen egal ob natürliche
oder künstliche schädigen die Haut und können
zu Hautkrebs führen.
Wer meint, Solariumbräune bereite die Haut schonend auf
den Sonnenurlaub vor, täuscht sich. Ein nennenswert erhöhter
UV-Eigenschutz der Haut tritt dabei nicht ein.
Die Solariumbräune bietet nur geringen Sonnenbrandschutz
und ist daher auch zum Vorbräunen vor dem Sonnenurlaub
ungeeignet. Gewöhnen Sie Ihre Haut lieber erst im Urlaub
langsam an die Sonne und verwenden Sie bei natürlichen
Sonnenbädern
unbedingt entsprechende Sonnenschutzmittel.
mehr...
|