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Im Laufe unseres Lebens sind wir Menschen verschiedenen Arten
von Strahlungen natürlichen oder künstlichen Ursprungs
ausgesetzt. Die künstlichen Strahlen rufen seit kurzem große
Befürchtungen in der Bevölkerung bezüglich Krebsentstehung
hervor.
Ionisierende Strahlung
Elektromagnetische Wellen
Erdstrahlen
Ionisierende Strahlung
Energiereiche Strahlung, die in der Lage ist, Elektronen von
Atomen loszulösen oder Atome oder Moleküle in geladene
Teilchen aufzuspalten, nennt man ionisierende Strahlung. Diese
Strahlung entsteht beim Zerfall von Atomkernen und bei Abbremsen
von Elektronen (Röntgenstrahlen). Ionisierende Strahlung
ist zu mehr als 70 % ein natürlicher Bestandteil der Umwelt
(kosmische Strahlung), die übrige Strahlenbelastung kommt
aus Quellen wie Arbeitswelt, Atombombentests und Reaktorunfällen.
Extreme Belastung durch ionisierende Strahlung kann das Krebsrisiko
erhöhen.
Die in Medizin und Zahnheilkunde eingesetzten Röntgenstrahlen
sind so adaptiert, dass sie eine geringst mögliche Dosis
abgeben, ohne dadurch die Bildqualität zu beeinträchtigen.
Bei den üblichen Röntgenuntersuchungen ist die Strahlendosis
sehr gering und damit - mit Ausnahme für Schwangere - ungefährlich.
Bei notwendigen Mehrfachuntersuchungen bei Patienten oder besonders
gefährdeten Personen wird der Arzt immer ein mögliches
Risiko in Betracht ziehen.
Der große Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen, z.B. Mammographie,
übersteigt jedoch bei weitem das mögliche, sehr geringe
Risiko durch Strahlenexposition.
Elektromagnetische Wellen / Hochspannungsleitungen
Alle Stromquellen und Hochspannungsleitungen bauen in ihrer
Umgebung elektro-magnetische Streufelder unterschiedlicher Art
und Stärke auf. Einige erzeugen auch Ströme im menschlichen
Körper, die allerdings zu schwach sind, um spürbar zu
werden. Andere gehen ohne nennenswerte Wirkung durch den Körper
hindurch
Eine weitere künstliche Quelle elektromagnetischer Strahlung
sind die tragbaren Mobiltelefone, Handies vom Typ
GSM (global system for mobile communication) und die dazugehörigen
Sendestationen:
Eine Beteiligung elektromagnetischer Wellen an der Krebsentstehung
ist zur Zeit noch immer eine Frage, die offen teilweise aus unterschiedlichsten
Gesichtspunkten diskutiert wird, und die erst durch prospektive
experimentelle Untersuchungen geklärt werden muss.
Erdstrahlen, unterirdische Wasseradern
Für die Existenz schädlicher geophysikalischer Strahlen
gibt es bisher keinen gesicherten Nachweis. Anbieter sog. Schutzdecken
oder Abschirmungen gegen Wasseradern u.ä. haben bisher weder
einen Beweis für die Notwendigkeit noch für die Wirksamkeit
ihrer Produkte erbracht. Erdstrahlen und unterirdische Wasseradern
bedeuten kein Krebsrisiko.
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