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  Umweltbelastungen  
     
 

Umweltfaktoren
Luftverschmutzung

Umweltfaktoren

Umweltursachen für Krebs umfassen Belastungen durch Gesellschaft oder Arbeitswelt.

Die Umweltbelastung wird von der Österreichischen Bevölkerung als Hauptbedrohung für die Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. Wahrheit ist, dass ein relativ geringer Prozentsatz (3-5 %) der Krebserkrankungen - so der heutige Stand des Wissens (WHO) - auf negativen Umwelteinflüssen beruht.

Der Grad des durch Umweltfaktoren bedingten Krebsrisikos hängt von der Konzentration und Stärke des krebserregenden Stoffes (Kanzerogens) sowie von der Dosis und auch Dauer ab, der die Person ausgesetzt ist. Die Kombination von mehreren Faktoren schafft ein breit gestreutes Risiko. Risikoidentifizierung und Abschätzung erfordern Sicherheitsstandards für chemische Schadstoffe oder Umweltbelastung und bilden die Grundlage für staatliche Regelungen. Die Anwendung von Gesetzen und Vorgangsweisen, durch die Standards festgelegt und Risiken kontrolliert werden, bezeichnet man als Risikomanagement.

Erkennen und möglichst weitgehendes Eliminieren dieser Faktoren erscheint als ein erfolgversprechendes Rezept im Kampf gegen Krebs.

Luftverschmutzung

Bei der Verbrennung von Kohle, Holz, Erdölprodukten oder verschiedener Abfälle werden zahlreiche Schadstoffe und auch krebserregende Substanzen in die Atmosphäre abgegeben.

Verbrennungsvorgänge führen zur Entstehung einer Gruppe chemischer Substanzen, die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Dazu gehört Benzpyren, dessen Konzentration im Lichte der Krebsentstehung als wichtiger Gradmesser für die Luftverschmutzung gilt. Hauptverursacher sind hier Hausbrand, Industrieanlagen (kalorische Kraftwerke, Müllverbrennungsanlagen) und Kraftfahrzeuge. Beim Heizen mit fossilen Brennstoffen entsteht Benzpyren, das sowohl die Umwelt als auch - je nach Dichte von Ofen und Ofenrohr - die Bewohner belastet. Diese Belastung ist bei Kohle höher als bei Öl. Entscheidend sind jedenfalls Bauart und fachgerechte Einstellung der Heizanlage.

Diese genannten Schadstoffe finden sich in erhöhten Konzentrationen in Zonen mit starkem Verkehr und manchen Industriegebieten

Beim Menschen können sie Hautkrebs (erdölverarbeitende Industrie) und Lungenkrebs (Exposition gegenüber Teerdämpfen) erzeugen. Weiters wurde nachgewiesen, dass das Krebsrisiko in der Stadt durchschnittlich um 50 % höher ist als auf dem Lande. Die Exposition gegenüber PAK scheint bei Lungenkrebs einer der wahrscheinlichsten Gründe für dieses erhöhte Risiko zu sein.

Autoabgase

Benzinsparende Maßnahmen reduzieren auch die Umweltbelastung durch Benzpyren und andere Schadstoffe. Bleifreies Benzin und Katalysatoren leisten wertvolle Beiträge zum Umweltschutz und damit zur Krebsvorbeugung. Der beste und wirksamste Umweltschutz besteht allerdings im Unterlassen nicht unbedingt nötiger Fahrten. Da aber die Krebsentstehung ein multifaktorieller Prozess ist, sollte die Wirkung einer Einzelmaßnahme nicht überschätzt werden.

 
 
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