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  "Multizentrische Studie zur Evaluierung der Anwendbarkeit des ADVANCED BREAST BIOPSIE INSTRUMENTATION- Gerätes (ABBI-Gerät) für die Diagnose und Therapie nicht palpabler Läsionen der Mamma  
         
 

"Multizentrische Studie zur Evaluierung der Anwendbarkeit des Advanced Breast Biopsie Instrumentation-Gerätes (ABBI-Gerätes) für die Therapie von kleinen (unter 1cm) nicht palpablen intraductalen und invasiven Mammacarcinomen unter Erfassung der Sensibilität, der Lokalrezidivrate und des Gesamtüberlebens nach minimal invasiver Mammachirurgie.

Organistor und Sponsor:
Österreichische Krebshilfe - Krebsgesellschaft
Wolfengasse 4, 1010 Wien
Tel. (01) 796 64 50, Fax (01) 796 64 50 - 9 DW

service@krebshilfe.net

Offizieller Studienbeginn:
1.1.99

Studiendauer:
5 Jahre

Studienprotokoll-Komitee:
f
ür Erstellung, Adaptierungen, Verlaufskontrolle, Folgeprotokolle
OA Dr. Werner Kwasny, Prof. Dr. Raimund Margreiter, Prof. Dr. Paul Sevelda, Prof. Dr. Peter Steindorfer, Prof. Dr. Michael Stierer, OA Dr. Christoph Tausch, Prof. Dr. Ulf Wayand


Datensammlung und Monitoring:
ABCSG (Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group)
c/o Univ. Prof. Dr. Raimund Jakesz,
Theresiengasse 32/3-5, 1180 Wien, raimund.jakesz@akh-wien.ac.at

Laufende Datenkontrolle und Zwischenauswertungen im Auftrag der ABCSG:
OA Dr. Peter Konstantiniuk,
II Chirurgie, LKH Graz
Auenbruggerpl. , 8036 Graz, peter.konstantiniuk@klinikum-graz.at

Projektorganisation:
Österreichische Krebshilfe
OA Dr. Werner Kwasny ÖKH (seit März 2001)
Allg.KH, Corvinusring 3 - 5, 2700 Wr. Neustadt,
krebshilfe@krebshilfe-noe.or.at


EINLEITUNG

Beim Advanced Breast Biopsie Instrumentation- Gerät (ABBI) handelt es sich um ein speziell für die Mammographie konstruiertes Röntgengerät kombiniert mit einer automatischen Ziel- und Biopsieeinrichtung. Mit diesem Gerät ist es möglich, Gewebeproben oder Tumore bis zu einer Grösse von 20mm Durchmesser in örtlicher Betäubung zu entfernen. Vom Hersteller wird eine Zielgenauigkeit mittels kartesianischem Koordinatensystem von 1mm angegeben. Durch zwei Arten der digitalen Darstellung wird sowohl bei dichter Brust und weniger dichter Läsion als auch bei Mikrokalzifikationen hohe Bildqualität gewährleistet. Durch Übertragung der Bilder in einen Computer innerhalb von 3 Sekunden kann die Eingriffsdauer auf ein Minimum reduziert werden. Die Messgenauigkeit der Läsion soll bei +/- 0,1mm liegen.

Die Österreichische Krebshilfe-Krebsgesellschaft hat im Juni 1997 einen Grundsatzbeschluss zur Projektplanung und somit zur flächendeckenden Ausstattung von Abteilungen mit besonderer Erfahrung in der Brustkrebsbehandlung beschlossen. Seither wird prospektiv in einer gesamtösterr. Studie die Anwendbarkeit des Gerätes für Diagnostik und Therapie nicht palpabler Mammatumore sowie der Wert der Methode zur radikalen Entfernung kleinster Carcinome überprüft.

STUDIENZIEL

Phase I
:
Evaluierung der Anwendbarkeit, Treffsicherheit und Komplikationsrate bei Excisionsbiopsien nicht palpabler Läsionen der Mamma, mind. 25 Fälle pro Zentrum vor Beginn der Studien-phase II.

Phase II:
Evaluierung der Anwendbarkeit bei nicht palpablen Mammacarcinomen ≤1cm
mit Erfassung der Sensibilität, Lokalrezidivrate und des Gesamtüberlebens.
Detailprotokoll mit Ein - und Ausschlusskriterien, Ablauf und Auswertung auf Anfrage

ZWISCHENERGEBISSE PER 31.3.2001
Ist - Zustand 15. 3. 2001 - Daten Stichtag 31.12. 2000
(Daten ABCSG-Monitoring-Zentrale/Dr.Konstantiniuk sowie Unterlagen ÖKH)

Anzahl
Bis einschließlich 31.12.2000 wurden 438 Patientinnen für ABBI-Prozeduren terminisiert.

KA

Abt.

Vertrags-
abschluss

Ersteinsatz

Laufzeit

gültig

Ausschluss

total
n.

BH Schwestern
Linz

Chir.

*

3. 97

4a

167

24

191

LKH Feldkirch

Chir.

9. 97

1. 98

3a

61

15

76

AKH Linz

II Chir.

11. 97

3. 98

3a

15 **

8

23

LKH Graz

II Chir.

11.97

3. 98

3a

30

2

32

Univ. Klinik
Innsbruck

Radio-
diagno.

11.97

3. 98

3a

10 **

3

13

Hanusch KH

Chir.

2. 98

5. 98

2,5a

50

8

58

AKH Wr. Neustadt

Chir.

6. 99

11. 98

2a

19 **

5

24

LKA Salzburg

Gyn.

4. 00

11. 99

1a

1 **

9

10

AKH Wien

Chir.
Gyn.

*
*

1. 99
12.98

 

4 **
3 **

4
0

8
3

KH Oberwart

 

2000

Einschul.
seit 2. 01

       
   

7

 

Ø 3a

360

78

438

* Freiwillige Teilnahme, kein Vertrag- ** Derzeit noch in Phase 1
Anmerkung: Läsionen, die größer als 12mm waren sowie Datensätze ohne Größenangaben wurden ausgeschlossen. Im KH-Oberwart hat die Geräteeinschulung im Februar 2001 stattgefunden.

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Primäre Erfolgsraten

In 29 von 360 Fällen konnte kein ABBI durchgeführt. Verantwortlich dafür waren folgende Gründe:

Brust zu dünn

5

Lagerungsprobleme

1

nicht sichtbar

12

thoraxwandnahe

8

zu oberflächlich

1

Zystenpunktion

2

Summe

29

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der primären ABBI-Versager auf die verschiedenen Abteilungen

Abteilung

Anzahl

AKH Wien, Spezielle Gynäkologie

1

Barmherzige Schwestern, Linz

11

Hanuschkrankenhaus, Chirurgie

8

LKH Feldkirch, Chirurgie

7

LKH Graz, II. Chirurgie

2

Summe

29

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass diese 29 Problemfälle nur in 5 Abteilungen auftragen. Es kann vermutet werden, dass auch an den anderen Abteilungen derartige Problemfälle passiert sind, sie jedoch nicht dokumentiert worden sind.

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Altersprofil

351 gültige Datensätze von 360

MW

STABW

MIN

MAX

57,62

10,91

22,53

84,78

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Menopausenstatus

Status Anzahl
nicht erhebbar 1
praemenopausal 82
postmenopausal 277
Summe 360

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Ipsilaterale Voroperationen

a)     Stanzbiopsien

  Anzahl

unklar

10

ja

7

nein

343

b) Exzisionsbiopsien

  Anzahl

unklar

10

ja

25

nein

325

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Entdeckungsmodus

Entdeckungsmodus Anzahl
Keine Angaben 5
(Routine)Mammographie 319
Ultraschall 4
vorbekannter Herd (Kontrolle) 21
Vorsorgeuntersuchung NNB 11

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Herdbeschaffenheit

Herdbeschaffenheit Anzahl
anderes 1
beides 22
Mikrokalk 202
solid 135

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BIRADS-Klassifikation

BIRADS Anzahl
? 5
2 52
3 184
4 103
5 16
Summe 360

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Prämedikation

Prämedikation Anzahl
Nicht erhebbar 4
j 292
n 64

Zur Prämedikation verwendet wurden überwiegend Dormicum 7,5mg und Praxiten 15mg, in Einzelfällen auch Temesta sowie Tramal.

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Eingriffsdauer

In 331 Fällen wurde ein ABBI durchgeführt, in 6 Fällen loss of data, in 7 Fällen sind die Daten unklar, somit verbleiben 318 verwertbare Fälle.

MW STABW MIN MAX
01:03 00:19 0:15 2:45

Da die Daten stark divergieren, sollten bei weiteren Messungen die zwei Hauptphasen der ABBI-Prozedur dokumentiert werden:
a) vom Einstellungsbeginn bis Hautschnitt
b) vom Hautschnitt bis zur Hautnaht

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Trocargröße

Trocar Anzahl
unklar 2
20 227
15 87
10 15

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Technische Probleme

Bei 15 Patientinnen gab es Probleme wie folgt:

In 9 Fällen kam es zu einem teilweisen Verfehlen der Läsion (Schneepflugphänomen). In zwei Fällen war die Zielläsion nach Plazieren der Führungsnadel nicht mehr darstellbar, woraus retrospektiv die Diagnose Zyste gestellt wurde. In einem weiteren Fall kam es zu einer isolierten Nadelabweichung, in drei weiteren Fällen gab es Probleme mit der Diathermieschlinge, weswegen das Präparat manuell abgetragen werden mußte.

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Schnellschnitt

Schnellschnitt Anzahl
Keine Daten 10
ja 40
nein 281

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Histologien

Kategorie Anzahl
keine Daten 10
benigne 249
maligne 72
Summe 331

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Benigne Histologien

Histologie Anzahl
Adenose 1
ADH (atypische duktale Hyperplasie) 7
Andere Ben 24
Benigner Tumor 14
Fibroadenom 57
Mastopathie 129
Papillom 2
Sklerosierende Adenose 15
Summe 249

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Maligne Histologien

Histologie Anzahl
Andere Mal 5
DCIS einfach 21
DCIS mit Mikroinvasion 5
DCIS multifokal 3
IDC mit DCIS 1
IDC mit EIC 7
IDC ohne DCIS 18
Lobuläres CIS 1
Lobuläres invasives Karzinom 4
Medulläres Karzinom 1
Mucinöses Karzinom 2
Tubuläres Karzinom 4
Summe 72

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Schmerzbeurteilung

VAS Anzahl
0 120
1 95
2 51
3 23
4 8
5 6
6 1
7 2
8 1
9 1
fehlende Daten 13
loss of data 10
Summe 331

Wenn man bezogen auf die Abteilungen Mittelwerte bildet, erhält man folgende Werte:

Abteilung

Mittelwert von Schmerzen

AKH Linz, II. Chirurgie

1,07

AKH Wien, Allgemeinchirurgie

1,00

AKH Wien, Spezielle Gynäkologie

4,00

Barmherzige Schwestern, Linz

0,87

Hanuschkrankenhaus, Chirurgie

1,52

KH Wiener Neustadt, Chirurgische Abteilung

1,58

LKA Salzburg, Sonderstation Gynäkologie

0,00

LKH Feldkirch, Chirurgie

1,46

LKH Graz, II. Chirurgie

1,50

Die stark unterschiedlichen Werte legen den Schluß nahe, daß die Messung nicht standardisiert erfolgt, d.h. daß nicht alle Abteilungen einen VAS-Schieber verwenden.

Zufriedenheit

Zufriedenheit Anzahl
Fehlende Daten 13
nicht erhoben 2
sehr zufrieden 279
zufrieden 35
nicht zufrieden 2
Summe 331

Bereitschaft zu Wiederholung

Wiederholung Anzahl
Fehlende Daten 13
nicht erhoben 2
ja 310
nein 6
Summe 331

Komplikationen

In 6 Fällen gab es eine postoperative Komplikation:
a)    
Zystenbildung
b)    
Hämatom
c)     
Revisionsbedürftige Nachblutung
d)    
2x P.s. Heilung
e)    
Postoperativ für 4-5 Wochen „feste Brust“

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Kosmetisches Ergebnis

Kosmetisches Ergebnis Anzahl
Keine Daten 106
Sehr gut 222
Befriedigend 3
Summe 331

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