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Der Karl Fellinger-Preis des Jahres 2003 wurde Dr. Philipp Bernhard
Staber zugesprochen, der als Assistenzarzt an der Abteilung für
Hämatologie des Instituts für Innere Medizin der Universität
Graz tätig ist. Staber wurde 1975 in Klagenfurt geboren,
wo er Volksschule und Gymnasium besuchte. 1994 begann er sein
Medizinstudium an der Karl-Franzens-Universität in Graz,
das er 2000 abschloß, seine Dissertation verfaßte
er zum Thema: "The role of peroxisome proliferator activated
receptor a in the fasting response. Gender specific differences
and male lethality" am Institut für Pathologie der Universität
Graz. Für diese Arbeit erhielt er den "Förderungspreis
des Landes Steiermark für zukunftsweisende Dissertationen".
Staber wurde bereits zwei mal, nämlich 2002 und 2003, mit
dem "Young Masters Award" der Österreichischen Gesellschaft
für Hämatologie und Onkologie ausgezeichnet.
Den Karl Fellinger Preis erhielt er für seine Arbeit "Common
alterations in gene expression an increased proliferation in
recurrent acute myeloid leukemia", die im September 2003 auch
zur Publikation im Magazin "Oncogene" angenommen wurde.
Zur Arbeit: Das Rezidiv nach der Hochdosischemotherapie ist
die hauptsächliche Todesursache von Patienten mit akuter
myeloischer Leukämie (AML). Um molekulare Charakteristika
des Rezidivs bei AML zu identifizieren, wurden Genexpressionsanalysen
in Leukämiezellen von unbehandelten und rezidivierten Patienten
durchgeführt. Dazu wurde ein cDNA-Microarray hergestellt,
der 4128 Gene repräsentiert, die entweder laut Literatur
mit Krebs assoziiert sind, oder mittels einer von der Arbeitsgruppe
durchgeführten cDNA-Subtraktion als "Rezidiv-spezifisch" bestimmt
wurden. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigten zum ersten Mal,
dass sich leukämische Zellen zum Zeitpunkt des Rezidivs
häufiger teilen, als vor der Hochdosischemotherapie. Diese
gesteigerte Proliferationsfraktion korrelierte signifikant mit
einer Aktivitätszunahme der REF/MEK/ERK Kaskade, die dadurch
ein viel versprechendes therapeutisches Ziel gerade für
das Rezidiv der AML wäre. Zusätzlich gelang es, 58
Gene zu finden, die spezifisch in Rezediven dereguliert waren,
und dadurch weitere potentielle Zielstrukturen für eine "target"-Therapie
darstellen.
Von dem mit 7267 Euro dotierten Fellinger-Preis erhofft sich Staber
mehr Freiraum von der klinischen Routine, den er für die Fortführung
dieses Projekts verwenden möchte. |