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Schutz: Bekleidung
Die Bekleidung einschließlich einer Kopfbedeckung stellt die einfachste Form des Sonnenschutzes dar. Beachten Sie
aber, dass nicht jedes Kleidungsstück – ob Hemd, Bluse oder T-Shirt
– automatisch vor Sonnenbrand schützt. Die Schutzwirkung kann
sehr unterschiedlich sein. Spezielle Bekleidungstextilien, die
vor UV-Strahlung schützen, sind nach der ÖNORM
EN 13758-1 geprüft
und gekennzeichnet.
Auch Sonnebrillen erfüllen eine wichtige Schutzfunktion. Achten
Sie bei der Auswahl nicht nur auf modische Kriterien, sondern auch,
ob sie nach ÖNORM EN 1836 geprüft ist. Dann ist sie zum Schutz
gegen Sonnenstrahlung vorgesehen.
Sonnenschutzmittel
Es gibt eine Fülle von Sonnenschutzprodukten, die sich in der Art der Filter wie UVB-Schutz oder UVA- und UVB-Schutz (= Breitspektrumfilter) unterscheiden.
Achten Sie dabei auch darauf, dass UVA- und UVB-Schutz unbedingt fotostabil sind. Das bedeutet, dass der Filter während der gesamten Besonnungszeit seine Wirksamkeit behält und nicht durch die UV-Strahlen inaktiviert wird.
UVB-Schutz
Der UVB-Schutz wird auf den Sonnenschutzmitteln mit dem Lichtschutzfaktor angegeben. Er gibt an, wie stark die Sonnencreme vor den UVB-Strahlen schützt und damit die Zeit verlängert, bis eine Rötung der Haut in der Sonne auftritt.
UVA-Schutz
Im Gegensatz zum UVB-Schutz, wo die Angabe des Lichtschutzfaktors Pflicht ist, obliegt es für den UVA-Bereich den Herstellern selbst, ob und wie sie den UVA-Schutz angeben möchten.
Wenn er angegeben ist, kann der UVA-Schutz zum Beispiel nach dem »Australischem Standard« oder der »PPD-Methode« bewertet werden.
Zur Erfüllung des Australischen Standards müssen nach standardisieren Testmethoden mindestens 90 % der UVA-Strahlen zurückgehalten werden, bei der PPD (Persistent Pigment Darkening)-Methode wird die Bräunung auf der Haut bestimmt, die nach zwei Stunden Bestrahlung stabil bleibt. Je geringer diese Bräunung im Vergleich zur ungeschützten Hautpartie ausfällt, desto höher wird der UVA-Schutzfaktor bewertet.*
Im Gegensatz zur Bestimmung des UVB-Schutzes konnte bisher keine einheitliche verpflichtende Standardisierung der Methode für den UVA-Schutz erreicht werden, so dass die Sonnenschutzmittel untereinander leider zum Teil schlecht vergleichbar sind.
* vgl. Univ. Prof. Dr. Herbert Hönigsmann, Ärztewoche
Das richtige Sonnenschutzmittel für Sie
Bei der Auswahl des passenden Sonnenschutzmittels sollten Sie folgende Faktoren beachten:
1. Ihr Hauttyp
Welcher Hauttyp Sie sind, entnehmen Sie
bitte der Hauttypen-Tabelle auf Seite 7. Daraus ergibt sich der
empfohlene Lichtschutzfaktor. Die Anwendung eines höheren als für Ihren Hauttyp berechneten Lichtschutzfaktors ist dabei durchaus empfehlenswert. Denn der Lichtschutzfaktor bezieht sich nur auf die Vermeidung eines Sonnenbrandes, nicht aber auf mögliche andere Hautschäden.
2. Strahlungsintensität
Überlegen Sie sich bitte, welcher Strahlungsintensität Sie sich aussetzen werden. Sie hängt von der geographischen Breite, der Jahres- und Tageszeit, der Witterung und einer etwaigen Strahlenreflexion – zum Beispiel durch Sand, Wasser oder Schnee – ab. Ist die Strahlungsintensität hoch, sollten Sie einen höheren Lichtschutzfaktor als für
Ihren Hauttyp empfohlen verwenden.
3. Ihre Haut
Passen Sie das Sonnenschutzmittel auf
die Bedürfnisse Ihrer Haut an. Für trockene Haut empfiehlt es sich, eine reichhaltige Konsistenz (wie beispielsweise Cremen), für Mischhaut eine leichte, nicht fettende Konsistenz, wie Fluid oder Gels, zu wählen. Narben, Wunden, Muttermale oder besonders sonnenexponierte Stellen wie Nase oder Ohren sollten Sie mit einem multiresistenten Sonnenschutzstick gezielt eincremen. Achten Sie auch auf die Hautverträglichkeit
des Sonnenschutzmittels.
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