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  Die Pille  
     
 

Die Antibabypille zählt sicherlich zu den am besten untersuchten Medikamenten überhaupt. Auch sind bereits die ersten Langzeitergebnisse der Töchtergeneration vorhanden, da die Pille seit den frühen 60er Jahren breite klinische Anwendung gefunden hat. Die moderne Pille zeichnet sich durch einen äußerst niederen Gehalt an Ethinylöstradiol aus und wird mit einem Gelbkörperhormon kombiniert verabreicht. Die Pille ist bezüglich der Verhütung äußerst sicher, wenn man keine Einnahmefehler begeht.

 
     
  Zusammenhang mit Brustkrebs
Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs
Zusammenhang mit Gebärmutterkörperkrebs
Zusammenhang mit Eierstockkrebs
 
     

Zusammenhang mit Brustkrebs

Erst jüngste Untersuchungen konnten zeigen, dass die Pilleneinahme auch mehr als 10 Jahre lang zu keiner statistisch signifikanten Erhöhung der Zahl an Brustkrebserkrankungen führt. In älteren Untersuchungen zeigte sich bei langdauernder Einnahme - mehr als 10 Jahre lang - und sehr frühem Beginn der Pilleneinnahme ab dem 16. Lebensjahr ein gering erhöhtes Brustkrebs-Erkrankungsrisiko. Diese Ergebnisse wurden jedoch mit noch höher dosierten Pillen erzielt, bei modernen Pillen fand sich diesbezüglich kein Zusammenhang mehr.

 

 

Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs

Ein direkter Zusammenhang mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs durch die Pilleneinnahme konnte nie nachgewiesen werden. Es fand sich unter den Pillenbenützerinnen meist eine etwas höhere Erkrankungsrate an Gebärmutterhalskarzinomen, die Ursache und Erklärung dafür liegt jedoch nicht in der Pille, sondern darin, dass Frauen, die die Pille nehmen, auch sexuell aktiv sind und mitunter auch häufiger wechselnde Partnerschaften eingehen. Nun gibt es nachgewiesene Zusammenhänge zwischen Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV), wechselnden Sexualpartnern und der Entstehung eines Gebärmutterhalskarzinomes als Erklärung für die etwas erhöhte Erkrankungsrate unter den Frauen, die die Pille nehmen.

 

 

Zusammenhang mit Gebärmutterkörperkrebs

Frauen, die die Pille mindestens 6 Monate eingenommen haben, zeigen ein statistisch gesichertes geringeres Risiko, an einem Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken. Je länger die Pille genommen wird, desto geringer wird das Erkrankungsrisiko. Für das Gebärmutterkörperkarzinom stellt die Pille eine echte Form der Prävention (Vermeidung der Entstehung einer Krebserkrankung) dar.

 

 

Zusammenhang mit Eierstockkrebs

So wie beim Gebärmutterkörperkrebs kann die Pille auch die Entstehung des Eierstockkrebs verhindern. Je länger eine Frau die Pille genommen hat, desto geringer wird das Risiko, an einem Eierstockkrebs zu erkranken. Bereits 6 Monate Pille können das Risiko signifikant um etwa 10 - 15 % absenken. Bereits eine Einnahmedauer von 5 Jahren kann zu einer Reduktion des Erkrankungsrisikos um mehr als 50 % bringen.

 

 
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