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  Gebärmutterkörperkrebs  
     
 

Im Gegensatz zum Gebärmutterhalskrebs tritt der Gebärmutterkörperkrebs im fortgeschritteneren Alter zwischen 60 und 80 Jahren auf. In Österreich erkranken jährlich etwa gleich viele Frauen an Gebärmutterkörperkrebs und Eierstockkrebs, also etwa 1 000 Neuerkrankungen pro Jahr. Im Gegensatz zum Eierstockkrebs verursacht jedoch der Krebs des Gebärmutterkörpers bei den meisten Frauen frühzeitige Symptome, nämlich Blutungen, die auch meist zu einer frühen Diagnose führen. Daher ist auch die Heilungschance beim Gebärmutterkrebs mit etwa 80 % Langzeitheilungen ausgezeichnet.

 
     
  Risikofaktoren
Prävention
Früherkennungsmaßnahmen
Warnsignale
Diagnose
Behandlung
 
     

Risikofaktoren

Vor allem die Fettleibigkeit führt zu einem deutlich höheren Risiko (um das 4-fache), an einem Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken. Auch wenn man bereits an Brustkrebs oder Darmkrebs erkrankt ist, besteht ein erhöhtes Risiko. Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck und Übergewicht sind eine Risikokonstellation, die ebenfalls zu einem deutlich erhöhten Risiko, an einem Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken, führt. Weiters wäre die alleinige Östrogenbehandlung von Wechselbeschwerden ein Risikofaktor, der jedoch durch die zusätzliche Gabe von Gelbkörperhormonen ausgeglichen werden kann. In seltenen Fällen sind auch genetische Ursachen für ein erhöhtes Gebärmutterkörperkrebsrisiko verantwortlich. So erkranken Frauen mit Mutationen des BRCA 1 Gens auch signifikant häufiger an Gebärmutterkörperkrebs. Schließlich gibt es auch Krebsvorstufen, die mit einem erhöhten Krebsrisiko des Gebärmutterkörpers einhergehen wie die atypische Hyperplasie der Gebärmutterschleimhaut mit Atypien.

Risikofaktoren für die Entstehung von Gebärmutterköperkrebs:

  • Fettleibigkeit
  • Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck und Fettleibigkeit
  • Frauen mit atypischer Hyperplasie der Gebärmutterschleimhaut
  • Frauen mit Brustkrebs
  • Frauen mit Mutationen des BRCA 1 Gen
  • Frauen mit alleiniger Östrogentherapie von Wechselbeschwerden

 

 

Prävention

Wie auch beim Eierstockkrebs kann die Pille das Entstehungsrisiko für das Gebärmutterkörperkarzinom wesentlich senken. Auch ein gesunder Lebensstil und die Vermeidung von Fettleibigkeit, Zuckerkrankheit und hohem Blutdruck wirken präventiv. Wenn bei einer Frau wegen abnormer Blutungen im Rahmen einer Curettage eine Krebsvorstufe entdeckt wurde, wird eine Entfernung der Gebärmutter zur Prävention empfohlen.

 

 

Früherkennungsmaßnahmen

Im Gegensatz zum Gebärmutterhalskrebs ist die Krebsabstrichuntersuchung nicht geeignet, auch das Gebärmutterkörperkarzinom früh zu entdecken. Aber diese Krebsart führt bereits im Frühstadium zu abnormen Blutungen, die meist die Frau zum Arzt bringt. Dadurch wird auch zu 70 % das Gebärmutterkörperkarzinom bereits im Frühstadium entdeckt und behandelt. Die wichtigste Früherkennungsmaßnahme besteht daher in der Abklärung abnormer vaginaler Blutungen vor allem im Wechsel, wenn bereits über einen längeren Zeitraum von 6 Monaten keine monatlichen Blutungen mehr stattgefunden haben. Ergänzend wird auch noch die Ultraschalluntersuchung durch die Scheide eingesetzt.

 

 

Warnsignale

Das einzige Warnsignal für den Verdacht ist die abnorme vaginale Blutung. Wenn auch bei der überwiegenden Mehrzahl vaginaler Blutungen harmlose Ursachen wie Polypen oder gutartige Schleimhautwucherungen gefunden werden, muß man doch solche Blutungen genau abklären und fachärztlich untersuchen. Manchmal kann auch an Stelle von Blut eine Schleimsekretion oder auch eitrige Sekretion aus der Scheide auf einen bösartigen Prozess in der Gebärmutterschleimhaut hinweisen.

 

 

Diagnose

Die Diagnose der Gebärmutterkörperkrebserkrankung erfolgt durch die Histologie, die mittels Curettage (Ausschabung der Gebärmutterhöhle) gewonnen wird. Ergänzend zur gynäkologischen Tastuntersuchung erfolgt auch die Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter durch die Scheide. Dadurch können Schleimhautveränderungen vor allem bei Blutungen im Wechsel näher beurteilt werden. Mitunter kann durch diese Untersuchung ein operativer Eingriff erspart werden.

 

 

Behandlung

Im Zentrum der Behandlung steht die Entfernung der Gebärmutter und beider Eierstöcke. In bestimmten Fällen ist es auch notwendig die Lymphknoten mit zu entfernen. Ergänzend zur Operation wird auch die lokale Bestrahlung eingesetzt. Eine zytostatische Therapie ist nur in seltenen Ausnahmefällen indiziert. Insgesamt sind die Langzeitheilungsaussichten des Gebärmutterkörperkarzinoms im Frühstadium ausgezeichnet und liegen bei nahezu 90 %, wenn man die ersten Warnsignale ernst nimmt und konsequent durch den Facharzt abklären läßt.

 
     
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