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Familiäre (genetische) Veranlagung
zu Brust- und/oder Eierstockkrebs
Obwohl zahlreiche Risikofaktoren für die Brustkrebsentstehung
gefunden wurden, bleibt im Einzelfall die Ursache unbekannt. In
einigen Familien tritt Brustkrebs gehäuft auf, jedoch sind
nur 5 % aller Krebserkrankungen durch Veränderungen im menschlichen
Erbgut bedingt.
Dies ist - gemessen an der Anzahl aller Brustkrebsfälle-
gering, erlangt aber insofern Bedeutung, als die inzwischen mehrere
dieser Tumore verursachenden Gene (Brustkrebsgen 1 = BRCA 1, Brustkrebsgen
2 = BRCA 2) isoliert wurden und somit eine Analyse des genetischen
Risikos für Brustkrebs möglich ist.
Die Entdeckung von BRCA 1 und BRCA 2 hat ein großes Medien-
und Patientinneninteresse entfacht. Jeder Mensch trägt diese
beiden Gene in seinem Erbgut.
Nur wenn sich von der gesunden normalen Struktur Abweichungen
ergeben, zeigen sich für den betreffenden Menschen Konsequenzen.
Frauen, die eine veränderte Form dieser Gene tragen, erkranken
mit höherer Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs.
Dieser Brustkrebs tritt zumeist in sehr jungen Jahren auf, wobei
das Erkrankungsalter durchaus bei 30 Jahren und darunter liegen
kann! Zusätzlich besteht bei diesen Frauen ein erhöhtes
Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken.
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