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Brustkrebs

Risikofaktoren
Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, hängt von Ernährungsfaktoren, hormonellen Faktoren und Erbfaktoren ab. So findet sich bei Frauen mit hohem Fettkonsum und solchen mit Übergewicht häufiger Brustkrebs. Ähnliches gilt für Frauen mit frühem Beginn der Regelblutung, sowie für solche mit spätem Eintritt der Wechseljahre. Außerdem haben Frauen, die erst im fortgeschrittenen Lebensalter ihr erstes Kind gebären, ein gesteigertes Erkrankungsrisiko. Das höchste Erkrankungsrisiko weisen aber Frauen auf, in deren Familie (Mutter, Schwester etc) Brustkrebs aufgetreten ist.

Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Lebensalter an und erreicht ein Maximum zwischen dem 55. Und 65. Lebensjahr. In den letzten Jahren ist es bei jüngeren Frauen zu einem Anstieg der Erkrankungsrate gekommen.

Faktoren für ein erhöhtes Risiko:
• Genetische Ursache
• Familiär gehäufte Brustkrebsfälle
• Entfernung einer Brustkrebsvorstufe
• Brustkrebs in einer Brust

Faktoren für ein gering erhöhtes Risiko:
• Beginn der Regelblutung vor dem 11. Lebensjahr und später Beginn des    Wechsels
• Kinderlosigkeit
• Erste ausgetragene Schwangerschaft nach dem 30. Lebensjahr
• Fehlende Stilltätigkeit
• Fettsucht
• Erhöhter Alkoholkonsum
• Geringe körperliche Aktivität
• Hormonersatztherapie länger als 10 Jahre
• Krebserkrankung der Gebärmutter, des Eierstockes oder des Dickdarmes

Brustkrebs-Warnsignale
• Knoten in der Brust
• Neu aufgetretene Einziehungen der Brustwarze
• Größenveränderung einer Brust
• Einseitige blutige oder wässrige Sekretion aus der Brustwarze
• Rötung der Brust
• Ekzem der Brustwarze
• Knoten in der Achselhöhlen

Diese Veränderungen können Symptome einer Krebserkrankung sein, können aber auch völlig harmlose Ursache haben. Die weitere Abklärung ist wichtig, um so auch eine Früherkennung möglich zu machen.

 

 

Eierstockkrebs

Risikofaktoren
Eindeutige Risikofaktoren für den Eierstockkrebs sind nicht bekannt. Etwas häufiger erkranken jedoch kinderlose Frauen. Auch bei Frauen, die eine Operation wegen Brustkrebs, Darmkrebs oder Gebärmutterkörperkrebs hinter sich haben, ist das Risiko für die Entstehung eines Eierstockkrebses etwas erhöht. In großen Statistiken wurde weiters ein gewisses, familiär gehäuftes Auftreten all dieser Krebsformen nachgewiesen. Bei Frauen mit genetischen Mutationen des BRCA 1 Gen (siehe oben) ist auch das Eierstockkrebs Erkrankungsrisiko mit 40 % wesentlich höher als in der durchschnittlichen Bevölkerung.

Warnsignale
Eine Zunahme des Bauchumfanges, Verdauungsstörungen, ungewollte Gewichtsabnahme können Symptome für eine Eierstockkrebserkankung darstellen. Weiters kann es zu Blutungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, allgemeiner Schwäche und Atemnot kommen. Alle diese Symptome stellen jedoch meist keine Frühzeichen dar, sondern weisen bereits auf eine fortgeschrittenere Erkrankung hin.

 

 

Gebärmutterhalskrebs

Risikofaktoren
Die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses ist eng verbunden mit der Infektion der Scheide durch Humane Papillomaviren (HPV). Diese Infektion verursacht oft keine klinischen Symptome und kann nur mittels Abstrich diagnostiziert werden. Etwa 25 % der jungen Frauen sind Trägerinnen der HPV Viren. In den meisten Fällen kommt es zu einer spontanen Abheilung dieser Infektion, Manchmal jedoch kann die chronische Besiedelung der Scheide vor allem mit HPV Viren der high risk Gruppe (16,18, 31 und 33) zu Zellveränderungen führen, die als Krebsvorstufen im Krebsabstrich auch entdeckt werden. Die HPV Viren Besiedelung ist eng verbunden mit der sexuellen Aktivität. So ist bereits seit langer Zeit bekannt, dass häufig wechselnde Partner einen Risikofaktor für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses darstellt. Eine Störung der Körperabwehr, wie bei HIV Patientinnen im besonderen Maße gegeben, führt ebenfalls zu einem erhöhten Risiko für die Entstehung eines Gebärmutterkörperkrebses.

Warnsignale
Die mit der Krebsabstrichuntersuchung entdeckten Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses verursachen keinerlei Symptome und Beschwerden. Es ist daher besonders wichtig, dass die Frau auch ohne Beschwerden diese jährliche Untersuchung durchführen lässt. Erste Hinweiszeichen für Gebärmutterkrebs können abnorme Blutungen und fleischwasserfarbener Ausfluss der Scheide sein. Aber auch Kontaktblutungen können Warnsignale darstellen, obwohl zumeist harmlose Veränderungen die Ursache dafür sind. Dennoch sollten Sie bei solchen Symptomen die Frauenärztin oder den Frauenarzt ihres Vertrauens kontaktieren.

 

 

Gebärmutterkörperkrebs

Risikofaktoren
Vor allem die Fettleibigkeit führt zu einem deutlich höheren Risiko (um das 4-fache), an einem Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken. Auch wenn man bereits an Brustkrebs oder Darmkrebs erkrankt ist, besteht ein erhöhtes Risiko. Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck und Übergewicht sind eine Risikokonstellation, die ebenfalls zu einem deutlich erhöhten Risiko, an einem Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken, führt. Weiters wäre die alleinige Östrogenbehandlung von Wechselbeschwerden ein Risikofaktor, der jedoch durch die zusätzliche Gabe von Gelbkörperhormonen ausgeglichen werden kann. In seltenen Fällen sind auch genetische Ursachen für ein erhöhtes Gebärmutterkörperkrebsrisiko verantwortlich. So erkranken Frauen mit Mutationen des BRCA 1 Gens auch signifikant häufiger an Gebärmutterkörperkrebs. Schließlich gibt es auch Krebsvorstufen, die mit einem erhöhten Krebsrisiko des Gebärmutterkörpers einhergehen wie die atypische Hyperplasie der Gebärmutterschleimhaut mit Atypien.

Risikofaktoren für die Entstehung von Gebärmutterköperkrebs:
• Fettleibigkeit
• Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck und Fettleibigkeit
• Frauen mit atypischer Hyperplasie der Gebärmutterschleimhaut
• Frauen mit Brustkrebs
• Frauen mit Mutationen des BRCA 1 Gen
• Frauen mit alleiniger Östrogentherapie von Wechselbeschwerden

Warnsignale
Das einzige Warnsignal für den Verdacht ist die abnorme vaginale Blutung. Wenn auch bei der überwiegenden Mehrzahl vaginaler Blutungen harmlose Ursachen wie Polypen oder gutartige Schleimhautwucherungen gefunden werden, muß man doch solche Blutungen genau abklären und fachärztlich untersuchen. Manchmal kann auch an Stelle von Blut eine Schleimsekretion oder auch eitrige Sekretion aus der Scheide auf einen bösartigen Prozess in der Gebärmutterschleimhaut hinweisen.

 

 

Hautkrebs

An Hautkrebs kann jeder erkranken – trotzdem gibt es Menschen, die ein höheres Risiko haben. Vor allem Personen, die von Natur aus blass, sehr blond oder rothaarig sind, viele Sommersprossen oder andere Pigmentmale haben, zählen zu der Risikogruppe.
Erhöhtes Hautkrebs-Risiko bei:

  • Menschen mit heller Haut, heller Augenfarbe, rotblondem Haar und Neigung zu Sonnenbrand

  • Menschen, die kurzdauernder, aber sehr häufiger und intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind (Urlaub in südlichen Ländern, Stadtmenschen) Auch Kinder sind gefährdet.

  • Personen mit sehr vielen (und ungewöhnlichen) Muttermalen

  • Personen mit Melanomerkrankungen in der Familie

 

 

Lungenkrebs

Im Jahre 2000 sind in Österreich 3,269 Personen an Žbösartigen Neubildungen der Luftröhre, Bronchien und Lunge„ verstorben. Die Mortalität bei der weiblichen Bevölkerung lag bei 23,6 Fällen/100,000 und bei 58 Fällen/100,000 bei der männlichen Bevölkerung. Damit ist das Bronchuscarcinom nach wie vor mit Abstand die häufigste, tödliche Krebserkrankung beim Mann, und die zweithäufigste, tödliche Krebserkrankung bei der Frau.

Da das Bronchuskarzinom eine stark mit dem Tabakkonsum assoziiert ist, stellt die Reduktion der Prävalenz des Tabakkonsums die wichtigste präventive Maßnahme dar.Aber auch bei Rauchern ist die Beratung mit dem Ziel der Entwöhnung innerhalb einer Krankheitsvorsorge derzeit der einzig sinnvolle Weg zur Senkung der Inzidenz und damit letztlich der Mortalität.

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Darmkrebs

Wie Darmkrebs entsteht, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. In den letzten Jahren haben Forscher jedoch wichtige Erkenntnisse gewonnen:

  • Die Ernährungsweise kann Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben. Eine ballaststoffarme, fleisch- und fettreiche Kost erhöht das Risiko, weil die Verweildauer der Nahrung im Darm länger ist als bei faserreicher und fettarmer Kost. Schadstoffe verweilen länger im Darm und begünstigen die Entstehung von Krebs.
  • Es besteht eine gewisse erbliche Veranlagung. Das Risiko ist erhöht, wenn in Ihrer Familie bereits Darmkrebs aufgetreten ist. Diese Veranlagung kann, aber muss nicht vererbt werden.
  • Wenn Sie wegen anderer Krebsarten (z.B. Brust- oder Eierstockkrebs) behandelt wurden.
  • Die Vorstufe von Darmkrebs ist bei den meisten Menschen ein häufiger Darmpolyp, das Adenom. Über 90 % aller Darmkrebse entstehen durch Entartung dieser Polypen. Die wirksamste Vermeidung von Darmkrebs ist also die Entfernung von Darmpolypen. Doch nicht alle Polypen entarten wirklich. Darmpolypen entstehen durch überschießende Zellteilung in der Darmschleimhaut. Ihre Entstehung wird einerseits durch eine familiäre Veranlagung begünstigt. Andererseits können Giftstoffe in der Nahrung sein, die die genetische Zellinformation verwirren und stören. Es entsteht eine krankhafte Zellvermehrung, der gutartige Polyp. Wenn Zellen in den Polypen unkontrolliert zu wachsen beginnen, bzw. körpereigene Reparaturmechanismen diese Störung nicht mehr beheben können, entsteht eine bösartige Geschwulst, ein Darmkrebs. Sinnlos ist, im Falle einer Darmkrebserkrankung von Schuld zu sprechen oder ein bestimmtes falsches Verhalten als alleinige Ursache anzusehen. Sinnvoll ist es, sich aktiv gegen eine fortschreitende Erkrankung zu schützen, denn die Chance auf sichere Heilung liegt in der Früherkennung. Risikofaktoren führen nicht zwangsläufig zur Krebserkrankung. Gefährlich ist es, die Augen zu verschließen. Bewusste Risikopatienten lassen sich regelmäßig von ihrem Arzt untersuchen.

 

 
 
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