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Wegweiser „sanfte Koloskopie“

 
     

Die Darmspiegelung (Koloskopie) gilt als »Goldstandard« in der Darmkrebsfrüherkennung. Wird bei der Koloskopie ein Darmpolyp (krankhafte Zellvermehrung) entdeckt, kann er in den meisten Fällen sofort mittels Schlinge und Strom abgetragen werden. Die Koloskopie dient daher zur Krebsvorsorge, Diagnose und Therapie in einem.

 
 

Aktion „sanfte“ Koloskopie

Checkliste für Ihre Wahl der Koloskopie-Stelle

 
     


Aktion „sanfte“ Koloskopie

 
 

 

 
 

Es gibt wenige Untersuchungen, die in der Bevölkerung einen so schlechten Ruf haben wie die Koloskopie. Die zu Recht beklagten negativen Erfahrungen wurden meist vor mehr als zehn Jahren gemacht und sind auf

• fehlende Möglichkeiten für eine effiziente und patientenschonende Prämedikamention

• steife unflexiblere Geräte

• zum Teil fehlende Übung der Untersucher zurückzuführen.

Das ist jetzt anders! Heute kann man die Koloskopie für den Patienten schmerzfrei gestalten!

Die von der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie (ÖGGH) im Herbst 2003 flächendeckend in Österreich gestartete Aktion »Sanfte Koloskopie« wurde von der Mehrzahl der endoskopierenden Stellen positiv aufgenommen.

Schmerzfrei durch Prämedikamention

Die sanfte Koloskopie unterscheidet sich bei der Durchführung von der »normalen« Koloskopie in einem wichtigen Punkt: Mit Hilfe der Verabreichung einer Prämedikamention (»Kurzanästhesie«) spürt der Patient die Koloskopie nicht mehr.

Die unabdingbare Darmreinigung vor der Untersuchung ist allerdings auch bei der »sanften Koloskopie« notwendig. Dabei müssen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen vor der Untersuchung 3 Liter einer speziell zusammengesetzten Spüllösung getrunken werden.

 
 

Gütesiegel »sanfte Koloskopie«

Es gibt in Österreich etwa 470 Ärzte bzw. Institutionen, die eine Koloskopie anbieten. Bei etwa 100 davon kann man die »sanfte Koloskopie« erhalten. Diese Stellen sind mit dem Diplom der ÖGGH ausgezeichnet.

 


 


Checkliste für Ihre Wahl der Koloskopie-Stelle

 
 

 

 
 

Bevor Sie entscheiden, wo Sie die Koloskopie durchführen lassen, überprüfen Sie folgende Qualitätskriterien:

• Wie viele Koloskopien werden jährlich durchgeführt?

Wie bei jeder anderen Untersuchung, die auch Komplikationen haben kann, sind Sie gut beraten, wenn Sie sich an Institutionen wenden, die viele Koloskopien durchführen (min. 300 jährl.). Denn ein präzises Diagnoseergebnis und die Rate an Komplikationen hängen natürlich von der Erfahrung des untersuchenden Arztes ab.

• Können während der Koloskopie verdächtige Darmpolypen auch gleich entfernt werden?

Wird ein Darmpolyp im Rahmen der Koloskopie entdeckt, kann er in den allermeisten Fällen sofort abgetragen werden. Dies erfolgt aber nur bei koloskopierenden Stellen, die auch die Polypektomie (= Abtragung eines Polypen) durchführen. Um sich im Falle eines Darmpolyps nicht nochmals einer Koloskopie unterziehen zu müssen, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, der Koloskopie und Polypektomie durchführt.

• Verfügt der Arzt über eine »Waschmaschine«?

Wie bei allen Untersuchungen ist auch bei der Koloskopie die Hygiene ein wesentliches Kriterium. Sie sollten daher unbedingt vor der Wahl Ihres Arztes nachfragen, ob ausreichende Einrichtungen zur Säuberung und Desinfektion der Koloskopie-Geräte vorhanden sind.

• Wird eine „sanfte“ Koloskopie durchgeführt

Fragen Sie nach einer Prämedikamention und nach der „sanften“ Koloskopie, bevor Sie einen Termin ausmachen!

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