|
Als ich erfuhr, dass das, was mir die letzte Zeit Probleme bereitet hat, Krebs ist, hatte ich das Gefühl den Boden unter den Füssen zu verlieren - andererseits hatte ich das Gefühl es schon gewusst zu haben; nur habe ich das nicht gleich gemerkt, dass ich das weiß. Zwischen "das ist das Ende" und "das kann doch einfach nicht wahr sein". Oder soll ich das einfach ignorieren und nach Hause gehen - die Ärzte irren sich...
Erst langsam wurde mir bewusst, dass ich die Tatsache akzeptieren und aktiv und ehrlich mir gegenüber damit umgehen muss. Damit meine ich, zu erfahren wie so eine Krankheit ausbricht, wie man sie bekämpft, wo man welche Unterstützung oder Beratung bekommt. Welche Alternativen zur Schulmedizin mir zur Verfügung stehen, zu spüren wie meine Psyche oder Seele mit der Krankheit umgeht. Ich bin bei der Krebsselbsthilfegruppe "Die Zwiebel" wo ich die Alltagssorgen mit anderen Krebspatienten besprechen kann. Auch besuche ich seit der Erkrankung eine Psychotherapie welche einige „Knoten“ schon gelöst hat.
Ich bin derzeit in mehreren Selbsthilfegruppen aktiv. In der Gruppe94 - einer Gruppe für "Komplementäre Krebsmedizin", als Schriftführer und für die Internetkommunikation Zuständiger und bei der Stomaselbsthilfegruppe ilco, als Redakteur des halbjährlichen Magazins. Aber mein besonderes Hobby ist meine Homepage www.krebsinfo.at, in welcher ich, die mir bekannt gewordenen Informationsquellen im Internet aufliste. Die Österreichische Krebshilfe ist dabei die größte und bekannteste Institution, welche Beratung und aktive Hilfe anbietet.
All meine Aktivitäten habe ich begonnen, da ich sehr viel Unterstützung und Zuwendung von unserer Gesellschaft in Österreich bekommen habe. Die zwei Operationen mit den Aufenthalten im Spital, die Strahlen- und Chemotherapie und die Fahrten mit dem Roten Kreuz, sowie die Tatsache, dass ich in dieser Zeit sogar den Lebensunterhalt von den österreichischen Steuerzahlern (durch die Wiener Gebietskrankenkasse) erhielt, haben mich überzeugt, meinen Mitmenschen in Österreich damit etwas zurückzugeben.
Ich danke allen, die in Hilfsorganisationen, für das Wohl der Krebspatienten arbeiten. ...allen, welche Ihr Interesse der Krebsforschung widmen. ...allen, die hingebungsvoll Pflegen, ...allen Mediziner, welche die Verantwortung übernehmen, ...allen Sponsoren die dadurch die Unterstützung der Betroffenen ermöglichen, ...allen Betroffenen welche sich informieren und dadurch die Erkrankung besser meistern.
Josef Miligui
Scheunengasse 24/6/2
3430 Tulln
Tel.: 0664/5664260
e-mail: miligui@a1.net
Ich freue mich über jeden Kontakt
.
|