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Vor drei Jahren wurde ich mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert.
Aufgrund einer frühzeitige Diagnose und einer erfolgreichen
Chemotherapie geht es mir heute sehr gut, ich gelte als geheilt.
Die Jahre dazwischen waren allerdings eine Herausforderung.
Aus heiterem Himmel konfrontiert mit der Diagnose Brustkrebs
Vor drei Jahren ging ich zu einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung
zu meiner Gynäkologin. In deren Praxis arbeitet eine blinde
Frau - mit ausgezeichneten sensorischen Fähigkeiten ,
die einen Knoten in meiner rechten Brust feststellte. Ich selbst
hatte nichts ertastet.
Daraufhin folgte Untersuchung auf Untersuchung, nach der Biopsie
stand es fest: Mammakarzinom. Ich wurde im Dezember 1998 operiert.
Brusterhaltend, metastasenfrei. Ich war 42 Jahre alt. Als Therapie
wurden mir sechs Zyklen Chemotherapie und Bestrahlungen mit Mammaspickung
verordnet.
Herausforderung Chemotherapie Ich war jedesmal ein Häufchen
Elend
Die erste Chemotherapie begann am 4. Jänner 1999. Ich hatte
keine Ahnung, welche schwere Zeit auf mich zukommen würde.
Obwohl ich davon überzeugt war, dass die Therapie zu meinem
Besten ist, brachte mich diese Therapie bis an meine Grenzen.
Mir war elend zumute, ich hatte Durchfall, habe innerlich gezittert
und war immens aufgewühlt. Ich wollte jedesmal die Nadel
heraus- nehmen und davonlaufen. Es gab immer wieder Momente, wo
ich die Therapie abbrechen wollte manchmal habe ich dies
auch ausgesprochen. Ich fühlte mich durch und durch wie ein
Häufchen Elend.
Meine Rettung in dieser Zeit waren viele Gespräche; Gespräche
mit Ärzten, Krankenschwestern, Leidensgenossinnen. Ich habe
diese Gespräche bewusst gesucht. Sie haben mich über
diese schweren Tage gerettet, denn ich wurde ermutigt, weiterzumachen.
Diagnose Brustkrebs das Leben erhält andere Maßstäbe
In dieser schwierigen Zeit ist auch sehr viel Positives geschehen.
Ich habe mich selbst besser kennen gelernt; habe in mich hineingehört.
Nicht nur mein Körper, auch meine Seele schrie um Hilfe und
ich habe mich getraut, diesen Schrei nach außen zu tragen.
Ich habe wunderbare Ärzte kennen gelernt, die für mich
da waren und mich bis heute begleiten. Das ist ein beruhigendes
Gefühl und lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken.
Mein Wunsch: Ausreichend Information und fachliche Betreuung während
jeder Chemotherapie
Im Rückblick habe ich einen Wunsch für all jene,
die mit der Diagnose Brustkrebs und mit der Herausforderung Chemotherapie
konfrontiert werden: bereits vor der ersten chemotherapeutischen
Behandlung eine Betreuung zu haben. Wichtig wäre eine ausreichende
Information, eine fachgerechte Vorbereitung auf diese Therapie.
Vor allem sollten Patientinnen wissen, wie sie mit den Nebenwirkungen
am besten zurechtkommen können noch ehe sie damit
konfrontiert sind und keine Kraft mehr für die Milderung
dieser Nebenwirkungen haben. Ich denke dabei beispielsweise an
die Stärkung des Immunsystems, oder eine an die Therapieerfordernisse
angepasste Ernährungsumstellung. Aber auch die Psyche braucht
Unterstützung damit die Seele besser zur inneren Ruhe findet.
Generell kann ich nur jeder Betroffenen raten: Erkunden Sie Ihre
Bedürfnisse und trauen Sie sich zu fragen. Fragen Sie so
lange, bis sie Klarheit haben, es gibt für alles eine Antwort
und einen Weg.
Beratungsstellen der Österreichischen Krebshilfe kostenlos
und anonym in ganz Österreich !
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