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Huber erhielt die Auszeichnung für Ihre im „Journal of Clinical Investigation“ erschienene Arbeit „NF- k B is essential for epithelial mesenchymal transition and metastasis in a model of breast cancer progression". Während Primärtumoren in vielen Fällen kurativ behandelt werden können, sind Metastasen häufig schwer und zum Teil gar nicht therapierbar. Zelladhäsions- und Invasionsprozesse gehören zu den wesentlichen Determinanten der Progression und Metastasierung maligner Tumoren. In den letzten Jahren mehrten sich die Hinweise, dass diese Prozesse einem entwicklungsbiologischen Prozess ähneln, den man epithelial-mesenchymale Transition (EMT) nennt. Aktuelle Arbeiten zeigen, dass die EMT einen Schlüsselmechanismus für entscheidende zelluläre Veränderungen während der Invasion und Metastasierung von soliden Tumoren darstellt.

Huber gelingt es in ihrer Arbeit, in einem kombinierten in vitro/in vivo Maus-Mammakarzinom-Modell einen wesentlichen Mechanismus der EMT und damit der Metastasierung aufzuklären. Die Arbeit zeigt erstmals, dass der Transkriptions-Faktor NF- k B essenziell für die Induktion und Aufrechterhaltung der EMT ist und daher ein molekulares Target für neue anti-metastatische Krebstherapien darstellt. Huber ist Mitglied im Verbundprojekt „Invasion and Metastasis“ des österreichischen Genomprojekts GEN-AU und kooperiert neben den Partnern des Netzwerkes mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Wirth, dem Leiter der Abteilung für physiologische Chemie an der Universität Ulm, und Univ.-Prof. Dr. Hartmut Beug am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien.