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2008 bewarben sich 16 JungwissenschaftlerInnen um den mit 3.630,- Euro dotierten Preis. Die unabhängige Jury der Österreichischen Krebshilfe entschied sich unter den eingereichten, mehr als anerkennenswerten Arbeiten für die Arbeit von Dr. Alexander M. Strasak „Association of Gamma-glutamyltransferase and risk of cancer incidence in men: A Prospektiv Study“, die in der renommierten Zeitschrift Cancer Research publiziert wurde.

Umwelteinflüsse verantwortlich?
„Der Zusammenhang von GGT mit Tumorerkrankungen wurde bisher noch kaum untersucht“, sagt Alexander Strasak. „Eine mögliche Erklärung für den zugrundeliegenden biologischen Mechanismus könnten aber die pro-oxidativen Funktionen des GGT sein.“ In ihrer Studie haben die Innsbrucker Forscher den Zusammenhang auch für unterschiedliche Tumorarten untersucht. Dabei zeigte sich, dass GGT vor allem für Krebsarten relevant ist, die durch den Lebensstil beeinflusst werden. „GGT könnte deshalb ein brauchbarer Indikator für krebsfördernde Veränderungen sein“, so Dr. Strasak. „Wir wissen aus anderen Studien, dass die GGT-Werte auch mit krebserregenden Umwelteinflüssen korrelieren.“ Bei Tumorerkrankungen mit vornehmlich endogenen Ursachen konnten die Statistiker dagegen keinen Zusammenhang erkennen. Die Forscher des Departments für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie werden in kürze eine weitere Studie mit Gesundheitsdaten von Frauen veröffentlichen. Diese bestätigt weitgehend die nun in der renommierten Zeitschrift Cancer Research publizierten Ergebnisse aus der Männer-Studie.