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Neuer Indikator für Krebsrisiko entdeckt
Einen neuen Risikoindikator für Krebserkrankungen hat ein Team um Dr. Alexander M. Strasak, Prof. Karl Peter Pfeiffer und Prof. Hanno Ulmer vom Department für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie entdeckt. Die Forscher konnten anhand von Gesundheitsdaten aus Vorarlberg zeigen, dass bei erhöhten Werten des Leberenzyms Gamma-Glutamyl-Transferase das Krebsrisiko deutlich ansteigt. In der Labordiagnostik wird das Enzym Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) bisher vor allem als Indikator für Erkrankungen der Leber, der Gallenwege und für Alkoholismus herangezogen. Vor drei Jahren haben die Forscher des von Prof. Karl Peter Pfeiffer geleiteten Departments für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie in einer umfangreichen Studie erstmals zeigen können, dass das Leberenzym auch ein wertvoller Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann. Bereits Jahre vor dem Auftreten tödlicher Herzerkrankungen oder eines Schlaganfalls sind die GGT-Werte nämlich deutlich erhöht. Nun konnte das Team um Dr. Alexander M. Strasak und Prof. Hanno Ulmer zeigen, dass dieses Enzym auch ein möglicher Indikator für ein erhöhtes Krebsrisiko sein kann. Vor allem bei jungen Menschen auffällig Die neue Studie stützt sich auf die Auswertung von Daten aus Untersuchungen von knapp 80.000 gesunden Männern in Vorarlberg, die vom Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin im Rahmen des Vorarlberg Health Monitoring and Promotion Programme (VHM&PP) gesammelt und dokumentiert wurden. „Unseren statistischen Analysen zufolge haben bereits Menschen mit einem leicht erhöhten GGT-Wert ein signifikant höheres Risiko für Tumorerkrankungen“, erklärt Dr. Alexander Strasak die Ergebnisse. „Bei Personen mit sehr hohen GGT-Werten steigt das Risiko stark an.“ So haben Menschen mit einem GGT-Wert von 60 U/l ein um 20 Prozent erhöhtes Krebsrisiko, während ein GGT-Wert von 200 U/l mit einem um 70 Prozent gesteigerten Risiko verbunden ist. „Dieser Zusammenhang ist vor allem bei jungen Menschen auffällig“, erklärt Strasak. „Ab einem Alter von 65 Jahren verliert GGT laut unseren Daten seinen prädiktiven Wert.“