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In Österreich erkranken jährlich rund 4.600 Menschen an Darmkrebs, jeder 2. Mensch verstirbt leider. Dabei würde die Darmspiegelung im wahrsten Sinn des Wortes eine Krebsvorsorge darstellen. „Das Ziel dieser Untersuchung ist nicht, Darmkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen sondern in der Entstehung zu vermeiden,“ so Univ.Doz.Dr. Werner Weiss, unermüdlicher Darmkrebsvorsorge-Aktivist und Beauftragter der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH). „Es muss gelingen, die Darmspiegelung in den Köpfen der Menschen als Pflicht-Termin zu verankern,“ hofft Weiss. „Im Laufe der Jahre musste ich leider hunderten Menschen die Diagnose Darmkrebs mitteilen – und dabei wären 90% vermeidbar gewesen. Das ist sehr traurig und motiviert mich dazu, den Kampf nie aufzugeben.“

Ein Anliegen, das von der Krebshilfe und der ÖGGH seit 10 Jahren jährlich rund um den „Darmkrebs-Monat März“ unermüdlich aufgezeigt wird – mit Erfolg: Erstmals nehmen Darmkrebserkrankungen nicht zu und die Sterbefälle sinken. Trotzdem: jede einzelne Darmkrebserkrankung ist um eine zu viel und vermeidbar! „In der Krebsvorsorge gibt es kaum eine so unumstrittene Tatsache als die lebensrettende Wichtigkeit einer Darmspiegelung,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.Prof.Dr. Paul Sevelda. „Es erschüttert uns zu sehen, wie viele Menschen 50+ noch nie bei der Darmspiegelung waren - obwohl die Untersuchung kostenlos ist und seit Jahren völlig schmerzfrei angeboten wird.“

Frauen und Männer sollten ab dem 50. Lebensjahr alle 7-10 Jahre eine Darmspiegelung machen lassen. Das ist auch auf europäischer Ebene unumstritten: Jedes EU-Land verpflichtete sich, die qualitätsgesicherten Vorsorge-Koloskopie zu empfehlen und Vorsorge-Kampagnen durchzuführen, um das Bewusstsein für die Koloskopie zu stärken, dadurch Leben zu retten und gleichzeitig Geld zu sparen.*)