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20 Jahre Hautkrebsvorsorge der Österreichischen Krebshilfe

Seit 20 Jahren informiert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie über den richtigen Umgang mit der Sonne: „Sonne ohne Reue“ ist das Markenzeichen für Hautkrebsaufklärung und Vorsorge in Österreich. Neben der Internet-Sonnenplattform www.sonneohnereue.at, der Dermatologen-Suchmaschine und der neuen Broschüren „Sonne ohne Reue“ stehen Aktionstage in den Bundesländern auf dem Programm.

Die Aktion "Sonne ohne Reue"

1988 startete die Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie gemeinsam mit den führenden Medizinern Univ.Prof.Dr. Hubert Pehamberger und Univ.Prof.Dr. Michael Kunze die Aktion „Sonne ohne Reue“. Damals galt es noch als besonders „chic“, aus dem Urlaub „sonnenverbrannt“ zurückzukommen, es war sogar der Inbegriff an „gesundem Aussehen“. Über die Gefahren des Sonnenbadens wurde nicht gesprochen. Seit damals hat sich jedoch viel verändert..

Die Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie informieren die Bevölkerung unermüdlich über die Gefahren des falschen Umgangs mit der Sonne: Millionen an Informationsbroschüren wurden kostenlos in Bädern, auf der Straße, in Kindergärten und an Schulen verteilt. Zahlreiche Informationsveranstaltungen in ganz Österreich zum Thema Hautkrebsvorsorge werden jährlich abgehalten. Vielen Menschen ist mittlerweile bewusst, dass ein „Rösten“ in der Sonne nicht nur zur vorzeitigen Hautalterung und Hauterkrankungen, sondern vor allem zu Hautkrebs führen kann. .

Trotzdem lassen noch immer viele Betroffene zu lange Zeit verstreichen, ehe sie nach ersten auftretenden Symptomen einen Arzt aufsuchen. „Unsere Botschaft lautet: Hautkrebs ist heilbar, wenn der Tumor frühzeitig erkannt und operativ entfernt wird,“ bekräftigt Univ. Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie..

Mit der Kampagne „Sonne ohne Reue“ möchte die Österreichische Krebshilfe vor allem aufklären: „Wir wollen keine Ängste vor der Sonne schüren, sondern darauf hinweisen, dass der richtige Sonnenschutz wichtig und notwendig ist und ein Selbstverständnis für den richtigen Umgang mit der Sonne schaffen,“ erklärt Krebshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. Denn der vernünftige Umgang mit der Sonne ist der wesentlichste Faktor der Hautkrebsvorsorge..

Unterstützt werden Krebshilfe und Dermatologen auch heuer wieder von der Österreichischen Apothekerkammer. „Mit den ersten Sonnenstrahlen stellen sich bei uns Glücksgefühle ein. Doch sollte unbedingt bedacht werden, dass die Haut Schutz vor UV-Strahlen braucht. Die Apotheker beraten bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzes und helfen auch gerne mit, die so wichtige Aufklärungsarbeit der Krebshilfe zu unterstützen,“ argumentiert die Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Mag.pharm. Dr.phil. Christiane Körner ihr Engagement. Die Krebshilfe-Broschüren „Sonne ohne Reue“ sind ab Mai kostenlos in allen österreichischen Apotheken erhältlich..


Aktinische Keratose: Noch Vorstufe oder schon Krebs?

In den letzten Jahren verzeichnete vor allem der nach wie vor weniger bekannte „helle Hautkrebs“ einen Anstieg. Auffallend ist dabei, dass der helle Hautkrebs im Gegensatz zum malignen Melanom nicht mehr wie früher als „Erkrankung des höheren Alters“ gilt, sondern immer mehr auch junge Menschen betrifft. Ursache für den hellen Hautkrebs ist – ebenso wie beim besser bekannten Melanom – intensive Sonnenbestrahlung. .

Wie beim Melanom ist auch beim hellen Hautkrebs der Übergang zwischen gutartigen und bösartigen Hautveränderungen fließend. Während aktinische Kreatosen früher als gutartige Vorstufen von Hautkrebs angesehen wurden, sind sich Experten heute einig, dass sie bereits als Frühstadien des hellen Hautkrebs gewertet werden müssen. „Aktinische Keratosen sind durch UV-Strahlung hervorgerufene „Läsionen“, die sich meist durch mehrere rötliche, krustige Erhebungen auf der Hautoberfläche bemerkbar machen,“ erklärt dazu Univ. Prof. Dr. Hubert Pehamberger. Bevorzugte Stellen für die Entstehung von aktinischen Keratosen sind jene Körperregionen, die verstärkt der Sonne ausgesetzt sind, also ungeschützte Kopfhaut, Stirn, Ohrmuscheln, Lippen, Nacken oder auch Handrücken..

Da die UV-Strahlung nicht nur einzelne Stellen, sondern immer ganze Hautgebiete schädigt, treten aktinische Keratosen in so genannten „Feldern“ auf. Jedes „Feld“ der sonnengeschädigten Haut enthält unterschiedliche Stadien von aktinischen Keratosen – von der noch nicht sichtbaren Zellveränderung bis hin zum Plattenepithelkarzinom. Aktinische Keratosen werden heute also als nichtinvasive Plattenepithelkarzinome in situ betrachtet.


Sponsoren

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer, Sponsoren und Partner der Aktion!

Sponsoren "Sonne ohne Reue" 08