Preisträger Mag. Bauer-Liebmann-Stipendium

Christiane Klec, PhD

Das von der Österreichischen Krebshilfe ausgeschriebene Mag. Bauer-Liebmann-Stipendium wurde im November 2019 an Christiane Klec, PhD aus Graz vergeben. Der Fokus ihrer Forschungsarbeit richtet sich auf die Entschlüsselung molekularer Mechanismen nicht-kodierender RNAs, welche zur Pathogenese, der Metastasierung und der Resistenzentwicklung in Brustkrebs beitragen bzw. diese fördern. Die junge Forscherin führt ihre Untersuchungen in der Forschungseinheit für „Non-coding RNAs and Genome Editing in Cancer“ (Leitung Dr. Martin Pichler) an der Medizinischen Universität Graz durch. Eines ihrer aktuellen Projekte untersucht das Zusammenspiel zwischen einer langen nicht-kodierenden RNA und einem nukleären Exportfaktor im triple negativen Mammakarzinom und wie sich genetische Manipulation beider Kandidaten auf das Wachstum sowie den Metabolismus von Brustkrebszellen dieses hoch aggressiven Subtyps auswirkt.

Ziel dieses Projektes ist es, die zu Grunde liegenden biologischen Mechanismen bei der Entstehung von Brustkrebs zu entschlüsseln und vor allem diese zu verstehen, um potenzielle therapeutische Targets oder prädiktive Biomarker zu identifizieren.

Das mit 1.000 Euro dotierte Stipendium war vorgesehen, um die „ESMO Breast Cancer 2020“ vom 07.-09. Mai 2020 in Berlin zu besuchen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird sie das Stipendium für eine Brustkrebstagung in den nächsten Jahren verwenden.

Thomas Wolfgang Graier

Das von der Österreichischen Krebshilfe ausgeschriebene Mag. Bauer-Liebmann-Stipendium wurde im November 2016 an Thomas Wolfgang Graier aus Graz vergeben. In seiner derzeitigen Forschungsarbeit befasst er sich mit einer schnellen und kostengünstigen Methode zur Analyse von Kopienzahlveränderungen bei Einzelzellen mittels Next-generation sequencing, welche als "Single-Cell modified Fast Aneuploidy Screening Test Sequencing System" (SC-mFAST-SeqS) bezeichnet wird. Diese Methode erlaubt es, eine Vielzahl von Zellen gleichzeitig auf chromosomenarmspezifische Veränderungen zu untersuchen und eine Aussage bezüglich der Heterogenität eines Tumors zu treffen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Therapie und Prognose jedes individuellen Patienten hat. Im Zuge dieser Arbeit wurden mit Hilfe eines Durchflusszytometers eine Isolationsmethode etabliert, mit der man unterschiedliche Zellpopulationen eines Tumors isoliert. Es wurden verschiedene Zelllinien mit SC-mFAST-SeqS analysiert, wobei das Hauptaugenmerk auf eine Brustkrebszellinie (SKBR3) gelegt wurde.

Herr Graier hat das mit 1.000 Euro dotierte Stipendium genutzt, um diese Ergebnisse bei dem "European Cancer Congress 2017" vom 27.-29.1.2017 in Amsterdam im Rahmen eines Posters zu präsentieren.

Dr. Panagiotis Kapetas 

Dr. Kapetas ist Facharzt für Radiologie in der Abteilung Gender Imaging/Molekulare Bildgebung der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Medizinischen Universität Wien. Sein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Brustdiagnostik und insbesondere der Einsatz der Sonographie.

Er nutzte das mit 1.000 Euro dotierte Stipendium für die Teilnahme am Kongress „Radiological Society of North America“ 2015 in Chicago, wo er einen Poster mit dem Titel „Diagnostic performance and reproducibility of breast acoustic radiation force impulse (ARFI) imaging in the clinical setting" präsentierte.

Andreas Bösl

Das von der Österreichischen Krebshilfe ausgeschriebene Mag. Bauer-Liebmann-Stipendium wurde im November 2014 an Herrn Andreas Bösl, Biomedizinischer Analytiker der Abteilung für Molekulare Diagnostik, Institut für Pathologie am Universität Lehrkrankenhaus Feldkirch vergeben.

Andreas Bösl arbeitet seit Jahren sowohl im Bereich der patientenorientierten Basisdiagnostik als auch der Forschung und nutzte das mit 1.000 Euro dotierte Stipendium dafür, sich auf der „St. Gallen International Breast Cancer Conference 2015“ fortzubilden und dort auch ein Poster zu seiner Forschungsarbeit „Retrospektive Analyse Hormonrezeptor-positiver, HER2-negativer invasiver Mammakarzinome mittels EndoPredict“ zu präsentieren.

Martina Auer MSc

Das von der Österreichischen Krebshilfe ausgeschriebene Bauer-Liebmann-Stipendium wurde im November 2013 an Martina Auer MSc vergeben.

Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit von Martina Auer befindet sich auf dem Gebiet der nicht-invasiven Diagnostik bei Patientinnen mit Brustkrebs. Zu ihrer Hauptaufgabe zählt die Entwicklung von Techniken zur seriellen Untersuchungen des Tumorgenoms aus peripherem Blut ("liquid biopsy") und aus Proben zur Einzelzelldiagnostik. Das Stipendium ermöglicht Martina Auer, diese Forschungsergebnisse beim Kongress der EACR (European Association for Cancer Research, 5. - 8. Juli 2014 in München) im Rahmen eines Vortrages zur Veröffentlichung zu bringen.

Ass.Prof. Dr. Katja Pinker-Domenig

Das von der Österreichischen Krebshilfe ausgeschriebene Bauer-Liebmann-Stipendium wurde im September 2012 an Ass.Prof. Dr. Katja Pinker-Domenig vergeben. Die Preisträgerin ist als Fachärztin für Radiologie im Brustgesundheitszentrum der Medizinischen Universität Wien tätig. Der Schwerpunkt Ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist die Anwendung molekularer Methoden zur Brustkrebsdiagnostik.

Durch das - mit 1.000 Euro dotierte Stipendium - wurde Frau Dr. Pinker-Domenig die Teilnahme am „World Molecular Imaging Congress 2012 “ in Dublin ermöglicht. Bei dieser Tagung wurden von der Preisträgerin zwei Fachvorträge mit dem jeweiligen Titel „Molecular imaging of breast tumor with PET-MRI at 3T obviates unnecessary breast biopsies“ und „Combined contrast-enhanced MRI and 3D multivoxel proton magnetic resonance spectroscopy at 3 Tesla enables an improved characterization of breast tumors“ gehalten.

Beide Präsentationen fanden große Beachtung und Anerkennung durch die Fachwelt, da die Ergebnisse dieser Studien große Relevanz für die klinische Praxis haben.

Dr. Zsuzsanna Bagó-Horváth

Das von der Österreichischen Krebshilfe ausgeschriebene Bauer-Liebmann-Stipendium ging im Dezember 2010 an Dr. Zsuzsanna Bagó-Horváth, Klinisches Institut für Pathologie, Medizinische Universität Wien. Bagó-Horváth arbeitet seit Jahren auf dem Gebiet der Mammapathologie und nutzte das mit 1.000 Euro dotierte Stipendium dafür, sich auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium fortzubilden und dort auch ein Poster zu ihrer Forschungsarbeit zu präsentieren: „Prognostic and predictive value of centrally rewieved Ki67 labeling index in postmenopausal women with endocrine-responsive breast cancer: Results from Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group trial 8“.