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Keimstrangtumor des Eierstocks

Der Keimstrangtumor tritt typischerweise nach den Wechseljahren auf und weist meist eine gute Prognose auf. Bei ca. 5% der Patientinnen besteht gleichzeitig auch ein Krebs der Gebärmutterhöhle (im Frühstadium).


Symptome

Dieser Tumor wird meist im Rahmen einer gynäkologischen Routineuntersuchung im Frühstadium entdeckt. Anzeichen sind oft abnorme Blutungen aus der Gebärmutterhöhle.

Therapie

Wird der Tumor im Frühstadium entdeckt, ist die Operation die Therapie der Wahl (selten Chemotherapie). Meist ist die Entfernung bei der Eierstöcke, der Gebärmutter und des großen Netzes im Bauchraum notwendig. Bei jungen Patientinnen ist bei nur einseitigem Eierstockbefall auch das Zurücklassen des anderen Eierstockes und der Gebärmutter möglich. Erfolgt keine Entfernung der Gebärmutter, ist in jedem Fall eine Gebärmutterspiegelung und Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut nötig. Ab höheren Tumorstadien bzw. in Fällen von Tochtergeschwülsten wird eine Chemotherapie empfohlen.

Rezidiv

Bei Wiederauftreten des Tumors mit Tochtergeschwülsten kann häufig eine chirurgische Entfernung von Einzelherden im Bauchraum zum Erfolg führen. Meist ist danach aber eine Chemotherapie notwendig. In Einzelfällen kann eine Hormontherapie das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Auch die Strahlentherapie ist bei diesem Tumor hochwirksam. Das Tumorstadium und die Tumorgröße sind die wichtigsten Prognoseparameter. Es ist von Bedeutung, dass kein Resttumor nach der Operation verbleibt.

Nachsorge

Gynäkologische Kontrollen alle 3 Monate werden in den ersten 3 Jahren empfohlen. Die Nachsorge sollte aber über Jahrzehnte erfolgen, da leider auch Rückfälle nach langer Zeit möglich sind.