Krebshilfe-Logo

Hier spenden

Keimzelltumor des Eierstocks

Der Keimzelltumor des Eierstockestritt meist bei jungen Frauen (vor dem 20. Lebensjahr)auf. Er stellt auch den häufigsten gynäkologischen Tumor in der Schwangerschaft dar. Häufig produziert der Keimzelltumor die Tumormarker AFP (Alpha-Fetoprotein) und/oder HCG (humanesChoriongonadotropin).


Symptome

Da der Tumor nur selten Symptome macht (wie etwa akute Unterbauchschmerzen durch das Verdrehen des Eierstocktumors, was zu dessen schwerer Durchblutungsstörung führt), werden die meisten Fälle im Rahmen einer gynäkologischen Routineuntersuchung entdeckt. Allermeist liegt ein Frühstadium vor, bei dem nur ein Eierstock befallen ist.

Therapie

Das Tumorstadium ist der wichtigste Parameter. Die Behandlung der Wahl bei Erstdiagnose ist die Operation (Chemotherapie nur in speziellen Fällen). Meist ist nur eine einseitige Entfernung des Eierstocks notwendig (wenn der andere Eierstock nicht befallen ist) und keine Entfernung der Gebärmutter. Ab höheren Tumorstadien bzw. in Fällen von Metastasen ist eine Chemotherapie nötig.

Rezidiv

Beim Wiederauftreten des Keimzelltumors mit Tochtergeschwülsten ist meist eine Chemotherapie notwendig. Auch die Strahlentherapie ist bei diesem Tumor hochwirksam.

Nachsorge

Gynäkologische Kontrollen alle 3 Monate werden in den ersten 3 Jahren empfohlen. Schwangerschaften sind häufig möglich. Sie weisen kein erhöhtes Risiko auf. Auch eine vorausgegangene Chemotherapie wirkt sich nicht negativ auf das Ungeborene aus.