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Sarkom der Gebärmutter

Das Sarkom ist ein bösartiger Tumor, der sich von den Muskelzellen der Gebärmutterwand ableitet (Leiomyosarkom). Sarkome treten meist im höheren Lebensalter auf und stellen oft einen unerwarteten feingeweblichen Befund nach der Gebärmutterentfernung (seltener anlässlich einer Curettage*) dar.


Symptome

  • Blutungsstörungen der Gebärmutter
  • Unterbauchschmerzen (selten)
  • zuerst Atemnot, Husten und Oberbauchbeschwerden (selten)
  • Extrem selten kann sich ein Sarkomaus einem gutartigen Muskelknoten(Myom) entwickeln.

Therapie

Tumorstadium und Tumorgröße sind wichtige Parameter. In den meisten Fällen handelt es sich um ein Stadium I. Die Behandlung der Wahl bei Erstdiagnose ist die Operation (Chemotherapie nur in speziellen Fällen). Die Gebärmutter wird mittels Bauchschnitt entfernt, meist auch die Eierstöcke, selten ist eine Lymphknotenentfernung notwendig.

Rezidiv

Bei einem kleinen Teil der Patientinnen kann die operative Entfernung einzelner Metastasen (z.B. in Lunge oder Bauchraum) erfolgreich durchgeführt werden. Bei einem bestimmten Tumortyp (endometranes Stromasarkom) kann sogar eine mehrfache Entfernung von Metastasen mit Erfolg durchgeführt werden. Meist ist eine Chemotherapie notwendig. Auch zielgerichtete Therapien können zum Einsatz kommen. In Einzelfällen sind Gebärmuttersarkome auch hormonempfindlich, sodass eine Antihormontherapie eingesetzt werdenkann. Die Strahlentherapie besitzt eher eine untergeordnete Rolle beim Gebärmuttersarkom, kann aber vor allem bei Blutungskomplikationen bei Befall der Scheide eingesetzt werden.

Nachsorge

Am häufigsten treten Rückfälle in den ersten 2 Jahren nach Diagnose auf. Daher werden in den ersten 3 Jahren 3-monatliche Nachkontrollen empfohlen. Bei klinischen Krankheitszeichen sollte eine gezielte Abklärung mittels Röntgen o.ä. erfolgen.