Gute und schlechte Nachrichten zum Welt-Eierstockkrebstag (8.5.)

Wien, am 5.5.2023. Der Welt-Eierstockkrebstag wurde 2013 ins Leben gerufen und wird mittlerweile von 200 Organisationen aus der ganzen Welt unterstützt. In Österreich weisen Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie auf die Komplexität dieser Tumorerkrankung hin und präsentieren die erste Info-Broschüre.

 

In Österreich erkranken jährlich 716 Frauen an Eierstockkrebs, 500 sterben leider jährlich an den Folgen der Erkrankung (Statistik Austria, Österreichisches Krebsregister, Stand 17.01.2023, und Todesursachenstatistik). Aufgrund fehlender Früherkennungsmöglichkeiten wird die Diagnose meist in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert und stellt Patientinnen und ihre Behandlerteams vor große Herausforderungen.

 

Keine etablierte Früherkennungsmöglichkeit - Diagnose meist in einem fortgeschrittenem Stadium

Aufgrund der Tatsache, dass Eierstockkrebs oft erst in einem fortgeschrittenen Tumorstadium entdeckt wird, gab es in den letzten Jahrzehnten große wissenschaftliche Anstrengungen, eine Früherkennungsuntersuchung zu finden. „Man hatte gehofft, dass durch eine frühzeitige Diagnose die Eierstockkrebserkrankung in einem früheren Tumorstadium entdeckt wird und somit besser behandelt werden könnte,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr.  Paul Sevelda. „Es wurde eine Reihe von unterschiedlichen Tests, seien es Bluttests, „normale“ Ultraschalluntersuchungen und aufwendigere Ultraschalluntersuchungen, beforscht. Keine dieser Testkonzepte eignete sich jedoch zur Früherkennung von Eierstockkrebs.“

 

Fortschritte in der Therapie führen zur Verlängerung des Gesamtüberlebens

„Erstmals konnten Medikamentenstudien eine direkte Verlängerung des Gesamtüberlebens bei Patientinnen mit Eierstockkrebs belegen“, so Assoz.-Prof. Dr. Christoph Grimm, Präsident der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO-Austria der OEGGG). „Das ist einerseits dem Einsatz neuer Medikamente und andererseits der immer genaueren Tumortestung zu verdanken. Diese Daten belegen, dass wir aufgrund aufwendiger Tests des Tumorgewebes onkologische Medikamente immer präziser einsetzen können und das einen unmittelbaren Vorteil für die Patientinnen mit sich bringt.“  

 

Erfahrung in der operativen und medikamentösen Therapie von Eierstockkrebs besonders wichtig

Es gibt eindeutige wissenschaftliche Hinweise, dass die Behandlung von Eierstockkrebs in Abteilungen, die sich auf die Behandlung von komplexen Tumorerkrankungen wie Eierstockkrebs spezialisiert haben, für die betroffene Patientin ein besseres Ergebnis bringt. Die Österreichische Krebshilfe und die AGO-Austria empfehlen daher die Behandlung von Eierstockkrebs in zertifizierten gynäkologischen Zentren. Informationen und eine Auflistung aller Zentren finden Sie HIER. 

 

Erstmals ausführliche Info-Broschüre zum Thema „Eierstockkrebs“

Die Diagnose „Eierstockkrebs“ bedeutet für die Patientinnen einen radikalen Einschnitt im bisherigen Leben, besonders weil die Diagnose meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt werden kann. Es brechen eine Vielzahl an Ängsten, Fragen und Sorgen über Patientinnen herein. „Mit der umfassenden Broschüre Eierstockkrebs wollen wir allen Betroffenen einen Leitfaden zur Hand geben, der helfen soll, über alle medizinischen Themen zu informieren aber auch über das breite Hilfs- und Unterstützungsangebot und die Möglichkeiten zum Austausch unter Betroffenen,“ so Krebshilfe-GF Doris Kiefhaber. „Die Einbindung bei der Erstellung der Broschüre war uns sehr wichtig. Danke allen, die wertvolle Anregungen gegeben haben und den sechs „Mutmacherinnen“ die durch ihre Präsenz in der Broschüre anderen Mut machen wollen“. Die Broschüre wurde von österreichweiten Eierstockkrebs-Expert:innen der AGO-Austria in bewährter Zusammenarbeit mit der Österreichischen Krebshilfe herausgegeben und ist ab 5.5.2023 als Download unter www.unterleibskrebs-oesterreich und www.krebshilfe.net verfügbar. Ab Mitte Mai kann die Broschüre auch als Printversion an Patientinnen, Angehörige, Ärzt:innen österreichweit kostenlos versandt werden. Bestellungen schon jetzt unter o.g. Link möglich.

 

Rund um die Uhr für Sie da – geschlossene FB-Gruppe „Unterleibskrebs Österreich“  

Krebshilfe und AGO hatten vor 2 Jahren die geschlossene Facebook-Gruppe „Unterleibskrebs Österreich“ gegründet und lädt alle Frauen mit einer gynäkologischen Krebserkrankung herzlich ein, Mitglied zu werden. In diesem geschützten Umfeld können Betroffene alles fragen, was ihnen am Herzen liegt und bekommen sowohl medizinische Auskunft als auch direkte Hilfe & Unterstützung für alle Sorgen und Ängste. Dieses Angebot ist eine Ergänzung zu der Möglichkeit, in einer der über 60 Krebshilfe-Beratungsstellen ein breites Angebot an Unterstützung zu bekommen!

 

Für Rückfragen:

Doris Kiefhaber, Österreichische Krebshilfe, Geschäftsführung & Projektleitung, Tel. +43-676-502 43 72, e-mail: kiefhaber(at)krebshilfe.net

 

 Pressekontakt:

 

 Doris Kiefhaber
 Geschäftsführung
 Tel. 01/796 64 50-17
 E-Mail: kiefhaber(at)krebshilfe.net

 

 Mag. Martina Löwe
 Geschäftsführung
 Tel. 01/796 64 50-50
 E-Mail: loewe(at)krebshilfe.net