Zertifizierte Zentren für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“)
Auf der Suche nach „dem besten Arzt/der besten Ärztin“ hören sich viele Patient:innen im Freundeskreis um oder recherchieren im Internet. Diese Informationen sind nicht verlässlich, um sagen zu können, ob ein Arzt/eine Ärztin eine „Koryphäe“ ist. Oft ist der Maßstab für die Beurteilung durch Patient:innen die Empathie oder die „Chemie“ mit dem Arzt/der Ärztin. Ohne Zweifel sind das wichtige Kriterien, um sich in „besten Händen“ zu fühlen, aber:
Die wichtigsten Voraussetzungen für die Behandlung von “Blutkrebs” sind die nachgewiesene Erfahrung und die enge Zusammenarbeit eines interprofessionellen Behandlerteams und das vertrauensvolle Verhältnis zum behandelnden Arzt/Ärztin.
Zum Behandlungsteam bei “Blutkrebs” gehören Fachexpert:innen aus der den verschiedensten Fachgebieten wie Hämatolog:innen, Hämatoonkolog:innen, Internist:innen, Radioonkolog:innen, Radiolog:innen und Patholog:innen. Auch Expert:innen anderer Fachrichtungen können hinzugezogen werden und natürlich auch alle Mitarbeiter:innen, die an der Versorgung des/der Patient:in beteiligt sind. Für jeden einzelnen Patienten und jede einzelne Patientin wird in einer gemeinsamen Besprechung (Tumorboard) eine schriftliche Empfehlung für die beste medizinische Behandlung erstellt (Tumorboardprotokoll).
Zertifizierte Zentren für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“)
Wenn eine solche Zusammenarbeit gewährleistet ist, spricht man von einem zertifizierte Zentrun für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“). Besonders wichtiges Kennzeichen eines solchen Zentrums ist zudem, dass eine kontinuierliche Messung der medizinischen Behandlungsqualität erfolgt. Die Österreichische Krebshilfe wird oftmals um Empfehlungen für Ärzt:innen zur Behandlung von “Blutkrebs” gebeten. In vielen Spitälern in Österreich werden Patient:innen mit “Blutkrebs” behandelt. Ob die benötigte Erfahrung, Zusammenarbeit und Qualitätskontrolle in einem Spital gewährleistet ist, kann jedoch »von außen« nicht beurteilt werden. Die Österreichische Krebshilfe kann daher nur Empfehlungen für Behandlungszentren mit nachgewiesener Expertise abgeben. In Österreich gibt es derzeit drei Spitäler, die ein Zentrum für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“) zertifiziert haben und dadurch gesichert eine international anerkannte Behandlungsqualität aufweisen. Diese zertifizierte Zentren für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“) unterziehen sich einer regelmäßigen Begutachtung gemäß den Kriterien der Zertifizierungskommission der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Sie finden diese zertifizierte Zentren für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“) in der nachfolgenden Auflistung.
Es gibt zahlreiche weitere Spitäler, die aufgrund der Fallzahl, Expertise und Zusammenarbeit die Möglichkeit haben, ein zertifiziertes Zentrum für Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems („Blutkrebs“) zu etablieren. Die Österreichische Krebshilfe begrüßt die Form der unabhängigen externen Zertifizierung und hofft, dass zukünftig weitere Spitäler die Zertifizierung anstreben, um ihre gute Behandlungsqualität für Patient:innen nachweislich zu dokumentieren.
OBERÖSTERREICH
Ordensklinikum Linz Elisabethinen
Zentrum für Hämatoonkologie
Fadingerstraße 1
4020 Linz
KÄRNTEN
Klinikum Klagenfurt am Wörthersee
Zentrum für Hämatologische Neoplasien
Feschnigstraße 11
9020 Klagenfurt am Wörthersee
VORARLBERG
Vorarlberger Landeskrankenhäuser
Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch
Zentrum für Hämatologische Neoplasien
Carinagasse 47
6800 Feldkirch
